Radio Frequency Identification gilt als das nächste große Ding. Aber es gibt etwas, das noch viel größer sein wird: die kolossalen Real-Time-Datenvolumen, die die RFID-Technologie generiert. Das Interesse an RFID richtete sich bisher hauptsächlich auf das Potenzial, das die Technologie Einzelhändlern und anderen vertikal integrierten Unternehmen bietet, um die Betriebskosten zu senken, die Lieferkette effizienter zu machen, Lager und Logistik besser miteinander zu verzahnen und den Kundenservice zu verbessern. RFID-Smart Tags versprechen ein Mittel zur End-to-End-Verfolgbarkeit von Waren vom Einkauf bis zur Vertragserfüllung zu werden, und so entstand rasch ein riesiger Hype. Das US-Marktforschungsunternehmen IDC beispielsweise prognostiziert, dass bis zum Jahre 2008 die Aufwendungen des Einzelhandels für RFID rapide auf 1,3 Mrd. $ pro Jahr steigen werden. Laut PwC Consulting kann RFID pro Filiale und Jahr 98.000$ an Kostensenkungen und Zusatzerträgen einbringen. Wal-Mart, Target, Albertson’s und andere Einzelhandelsketten sind auf den RFID-Zug aufgesprungen, indem sie ihren Lieferanten auferlegten, ihre Produkte bis zu einem bestimmten Stichtag mit entsprechenden Etiketten zu versehen. Aber der RFID-Technologie haftet ein „Schilderschock“ an ‑ sie generiert so enorme Datensätze, dass Hollywood wohl mit Fug und Recht vom „Angriff der Terabytes“ sprechen würde.
Das Problem ist, dass RFID-fähige Materialien 10- bis 100-mal so viele Informationen generieren können wie die herkömmliche Barcode-Technologie. Im Gegensatz zu den relativ einfachen optischen Barcodes verwendet RFID Elektromagnettechnologie mit größeren Speichern, integrierten Schaltkreisen und der Fähigkeit zur Speicherung weitaus detaillierterer Daten. Leistungsfähigere RFID-Sensoren können auch Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Lichtverhältnisse und Luftfeuchtigkeit erfassen. So könnte etwa ein Wal-Mart-Filialleiter feststellen, dass ihm eine Datenmenge von zwei Terabytes (2.000.000.000) angibt, dass sein Lager ausreichend mit dem Schmerzmittel Advil bestückt ist. Darüber kann er sich freuen, denn er wird wohl einige Tabletten brauchen, um die Kopfschmerzen zu bekämpfen, die ihm dieses Datenvolumen bereitet. Wie begegnen Unternehmen nun dieser unvermeidbaren Flut an RFID-Daten? Und mehr noch, wie nutzen sie diese als Grundlage für geschäftliche Erkenntnisse und einen Wettbewerbsvorteil? Die Antwort lautet: Datenintegrations(DI)- und Business Intelligence (BI)-Software. Denn diese beinhaltet drei Schlüsselfunktionen ‑ Erfassung, Integration und Anreicherung/Analyse von Daten. Werfen wir einmal einen Blick auf die drei Funktionen.
-
0.02 MB
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.





