IT-Lösungen senken Kosten im Gesundheitswesen
Es kommt täglich in hunderten Kliniken überall in Deutschland vor: mit dem Notarztwagen wird ein verunglückter Patient eingeliefert, muss sofort operiert und medikamentös behandelt werden. Er ist den Ärzten nicht bekannt, sie wissen nichts über Anamnese, Allergien oder Erkrankungen des Patienten, die Einfluss auf die anstehende Operation und Medikation haben könnten. Um das Leben des Patienten zu retten, wird die OP trotzdem durchgeführt. Später füllt der Arzt manchmal stundenlang Formulare und Aktenvordrucke aus, damit der Patient entsprechend erfasst und die Leistungen der Klinik mit der Versicherung abgerechnet werden können. So weit, so normal. Dieses Beispiel zeigt jedoch, dass es in Kliniken ein hohes Optimierungspotenzial gibt, insbesondere bei der Beschleunigung von medizinischen und administrativen Prozessen. Abhilfe soll neben den bereits in immer mehr Kliniken eingesetzten PACS (Picture Archiving And Communication System)- und RIS (Radiologie-Informationsystem)-Systemen vor allem die elektronische Gesundheitskarte schaffen. Sie wird in Deutschland ab 2006 die bisherige Kranken-
versichertenkarte ablösen. Auf Basis einer umfassenden IT-Infrastruktur soll es die Karte den Versicherten sowie den Beteiligten in Arztpraxen, Kliniken und Versicherungen ermöglichen, alle relevanten Daten und Informationen zu speichern, zu verwalten und jederzeit im Kontext der Patientenbehandlung abzurufen.
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