Der von vielen Firmen verfolgte strategische Ansatz einer Konzentration auf Kernkompetenzen, informationstechnische Entwicklungen und die damit verbundene Neugestaltung von Geschäftsprozessen führen zwangsläufig zu firmenübergreifenden Kooperationen und zu einer intelligenten Verknüpfung weltweiter "best-in-class-Ressourcen". Als Folge der Industrialisierung in der Tourismusbranche ist eine Polarisierung feststellbar. Vertikal integrierte Tourismusriesen stehen im Wettbewerb mit agilen, virtuellen Unternehmen, deren betriebswirtschaftliche Legitimation economies of networks sind. Dieser Beitrag schärft das Grundverständnis der Virtualität im breiten betriebswirtschaftlichen Kontext und leitet daraus die strategische Bedeutung der Virtualisierung als Impulsgeber für veränderte Spielregeln in der Tourismuswirtschaft ab.