Competence Site
Competence-Search
Passwort vergessen? Registrieren
Automatisch einloggen
Werben Sie für Ihre Kompetenz
Willkommen im Center Arbeitsrecht für Arbeitgeber
Hier finden Sie Kompetenz zum Thema
Zur Homepage  Zum Center "Arbeitsrecht für Arbeitgeber"
Kompetenzorientierte Werbung
Dokument

eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten

eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
Herausgebende Organisation
siehe Autor
Kompetenz - Index
Online seit
30.8.2006
Vernetzungen
Personen
0
Organisationen
0
Dokumente
0
Dialog
0
Starten Sie hier...
Competence Actions
Inhalte
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
Abstract / Inhalt:

Wer heute ein Studium absolviert, ist mit seiner Universität verbunden ‑ und zwar über das Internet. Leihfristen für Bücher, Klausurthemen, Recherchen oder Rückmeldungen wickeln Studenten zunehmend online ab. Um eventuellem Missbrauch vorzubeugen, hat die Fernuniversität Hagen, gemeinsam mit mehreren anderen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, nun eine Public-Key-Infrastructure-Lösung erprobt. Mit einem so genannten eToken haben die Studenten dabei von jedem beliebigen PC aus einen sicheren Zugriff auf das Netzwerk der Hochschule.


Dateien
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
eToken_giebels_2006.pdf
Dateigröße 20.8 KBytes
Kostenloser Adobe Acrobat Reader herunterladen
Sie benötigen Adobe Acrobat Reader
Kostenloser Adobe Acrobat Reader herunterladen
 
Competence Types
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
 
Competence Cities
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
Aktionen
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
Inhalte der angehängten Dateien (automatische Extraktion)
eToken: Elektronische Türsteher sichern Universitäten
eToken_giebels_2006.pdf
Elektronische Türsteher sichern Universitäten

Wer heute ein Studium absolviert, ist mit seiner Universität verbunden – und zwar über das
Internet. Leihfristen für Bücher, Klausurthemen, Recherchen oder Rückmeldungen wickeln
Studenten zunehmend online ab. Um eventuellem Missbrauch vorzubeugen, hat die
Fernuniversität Hagen, gemeinsam mit mehreren anderen Hochschulen in Nordrhein-
Westfalen, nun eine Public-Key-Infrastructure-Lösung erprobt. Mit einem so genannten eToken
haben die Studenten dabei von jedem beliebigen PC aus einen sicheren Zugriff auf das
Netzwerk der Hochschule.

Es sind personenbezogene Daten und sensible Informationen, die es unabdingbar machen, das
Netzwerk einer Hochschule abzusichern. Gleichzeitig sollen sich alle Studierende aber auch
problemlos in die für sie relevanten Bereiche einloggen können, am besten von jedem beliebigen Ort
der Welt. Eine große Herausforderung, denn „personenbezogene Daten müssen jederzeit vor
unerlaubten Zugriffen, Veränderungen oder Diebstählen bewahrt werden“, wie Robert Dürr, Solution
Line Manager für das Thema Security beim Kölner Netzwerkdienstleister NK Networks & Services,
betont. Zwar sind die Rechenzentren der Bildungseinrichtungen in der Regel durch Firewalls und
Virenscanner gut gegen Angriffe von außen geschützt. “Doch oft ist es nicht die Bedrohung von
außen, sondern die Bedrohung von innen, die den Hochschulen Probleme bereitet“, so der Experte.
Das größte Problem ist dabei die hohe Anzahl der Nutzer, die zudem ständig wechselt, etwa wenn die
Studenten ihr Studium beenden oder neu beginnen. Hinzu kommt, dass die Nutzer nicht wahllos auf
alle, sondern tatsächlich nur auf die für sie bestimmten Daten zugreifen dürfen.

Um diesen besonderen Anforderungen an den Datenschutz gerecht zu werden, setzen immer mehr
Bildungseinrichtungen auf eine so genannte Public Key Infrastructure (PKI). Diese Infrastruktur bildet
die Grundlage für die Verschlüsselung der vorhandenen Daten und sorgt gleichzeitig dafür, dass jeder
Anwender beim Einloggen ins Netz zweifelsfrei identifiziert wird. So ist gewährleistet, dass ein Nutzer
auch tatsächlich nur die für ihn bestimmten Informationen lesen oder gar verändern kann. Als „Sesam
öffne Dich“ bekommt jeder Nutzer ein Schlüsselpaar zum Codieren und Entziffern der Informationen.
Fehlt einer der beiden Schlüssel oder ist ungültig, sorgt der elektronische Türsteher dafür, dass der
Nutzer ausgesperrt bleibt.

USB-Stick als Lösung

In Nordrhein-Westfalen haben mittlerweile mehrere Hochschulen diese Lösung getestet und sind
dabei bisher auf überwiegend positive Resonanz gestoßen. Zumal die erprobte Lösung mit einem
neuen „Zaubergerät“, dem so genannten eToken verbunden ist. Was wie eine neue Spezies von
Tamagochis klingt, ist ein USB-Stick, hat die Größe eines normalen Hausschlüssels und den Vorteil
einer integrierten Smartcard, auf der ein privater Schlüssel sowie das dazugehörige Zertifikat
gespeichert sind. Wird dieser, von der israelischen Firma Aladdin Knowledge Systems entwickelte
Speicherstift, in den USB-Anschluss eines beliebigen Computers im Hochschulnetzwerk gesteckt,
braucht der Nutzer nur noch das dazugehörige Passwort eingeben, um einen sicheren Zugriff auf die
für ihn bestimmten hochschulinternen Anwendungen zu erhalten. Und mit Hilfe eines One-Time-
Passwortes, das in Verbindung mit einem persönlichen Code nur wenige Sekunden gültig ist, ist sogar
der sichere Zugriff auf das Hochschulnetz über das offene Internet gewährleistet.

Ein Feature, das vor allen Dingen Hochschulen wie der Fernuniversität in Hagen zugute kommt, deren
Studenten nicht nur über ganz Deutschland, sondern über die ganze Welt verteilt sind. „Bereits seit
1996 testen wir hier PKI-Lösungen im Rahmen von Förderprojekten und setzen sie im
Produktionsbetrieb ein“, berichtet Henning Mohren, Projektleiter an der Fernuniversität Hagen.
Allerdings war es der Hochschule zu wenig, damit lediglich die Flexibilität zu erhöhen. Die
Verantwortlichen wollten außerdem die Ausstellung der für die PKI-Lösung notwendigen Zertifikate
vereinfachen, denn bislang musste dieses Verfahren durch das Administrationspersonal der
Hochschule manuell bedient werden. Die Lösung fand sich schließlich mit der Entwicklung eines
„Zertifizierungsautomaten“. Er sorgt dafür, dass die Studenten nun nicht mehr persönlich in Hagen
erscheinen müssen, um sich zertifizieren zu lassen.

Benutzerdatenbank als Grundlage

Grundlage der Identifikation ist die bestehende Benutzerdatenbank an der Hochschule. Um ein
Zertifikat zu erhalten, muss der Student an einem von ihm selbst gewählten, beliebigen internetfähigen
Arbeitsplatz die Website der Fernuni in Hagen aufrufen und seine Matrikelnummer angeben. Der
Webserver sucht aus der Benutzerdatenbank den entsprechenden Datensatz heraus, generiert ein
Passwort und schickt dieses per Post an die gefundene Adresse. In einem zweiten Schritt wird das
Passwort dem Adress-Satz hinzugefügt. Hat der Student das Passwort erhalten, beantragt er über ein
weiteres Webformular sein Zertifikat.

„Durch die Ablösung der bisherigen Softwarezertifikate mit dem eToken erreicht die Fernuniversität in
Hagen eine sichere Zweifaktor-Authentisierung“, berichtet Mohren. Mit dem Einsatz des USB-Sticks
lasse sich die bisherige Arbeitsplatz- und Browser-Bindung aufheben. Auch weitere
Nutzungsmöglichkeiten des eToken werden an der Fernuni in Hagen bereits getestet. So ist ein Ziel
das Single Sign-on, bei dem sich der Anwender anhand seines eToken und des eToken-Passwortes
sicher an verschiedenen Applikationen anmelden kann. „Damit braucht man sich nicht mehr
verschiedene Passworte zu merken und hat jederzeit eine Garantie für den Schutz seiner
persönlichen Daten“, betont Sicherheitsexperte Robert Dürr. Und auch für Studenten, die bisher keine
Erfahrung auf dem Gebiet der PKI-Nutzung hatten, ist das Verfahren einfach durchführbar. In Hagen
ist man deshalb davon überzeugt, dass sich der eToken bald in der gesamten deutschen
Hochschullandschaft durchsetzen wird.
 
Competence Report
Kostenfrei Newsletter abonnieren!
Diese Seite weiterleiten
Halten Sie diese Seite/diesen Inhalt für empfehlenswert? Für eine Weiterleitung an Freunde/ Bekannte, Geschäftspartner etc. wären wir Ihnen dankbar.
Unsere Sponsoren
perbit Software GmbH
perbit Software GmbH
aconso AG
aconso AG
Scalaris AG
Scalaris AG