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Nach Senkung des Briefmonopols: Quickmail erster privater Zusteller in der Schweiz

Nach Senkung des Briefmonopols:  Quickmail erster privater Zusteller in der Schweiz
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Beschreibung
Mehr Vielfalt im Postmarkt: Startup-Unternehmen der MS Mail Service AG bietet neue Optionen für Geschäftskunden.

Wenige Wochen nach der Senkung des Briefmonopols in der Schweiz auf 50 Gramm hat der St. Galler Marketing-Dienstleister MS Mail Service AG die Initiative ergriffen und die Quickmail AG gegründet, die künftig die Beförderung adressierter Mailings, Kataloge und Kundenzeitschriften anbietet.
In einer Pressekonferenz am 18. August 2009 im neuen Einstein Congress in St. Gallen erläuterte Quickmail-Geschäftsführer Christof Lenhard das Konzept des neuen Briefzustellers. Demnach versteht sich Quickmail nicht als Konkurrent zu traditionellen Post- und Vertragungsunternehmen, sondern als Ergänzung und attraktive Option für Versandhändler, Detailhandelsketten, Spendenorganisationen und andere Unternehmen, die den schriftlichen Dialog mit ihren Kunden pflegen.
Neu am Leistungspaket von Quickmail ist ein «Track & Trace» für Mailings. Damit bietet Quickmail als erstes Unternehmen in Europa die Möglichkeit der Nachverfolgung von Massensendungen – von der Einlieferung bis zur Zustellung. Informationen über nicht zustellbare Sendungen werden elektronisch am Tag nach dem Zustellversuch an den Absender übermittelt. Die Konzentration der Zustellung auf zwei Wochentage (Donnerstag und Freitag) erleichtert den Absendern die Planung ihrer Werbemassnahmen.
Starten wird Quickmail im Briefsegment über 50 Gramm im Oktober 2009 in den Kantonen St. Gallen, Appenzell (AI/AR) und in Teilen des Kantons Thurgau. Das Zustellgebiet soll kontinuierlich ausgebaut werden, so dass im Jahr 2012 über 85 % aller Haushaltungen abgedeckt sind.
Am Sitz der Quickmail AG in St. Gallen wird ein Sortierzentrum eröffnet. Von hier aus sollen die Depots und Zusteller schweizweit mit vorsortierten Sendungen beliefert werden. Innerhalb von drei Jahren plant Quickmail die Schaffung von 300 Arbeitsplätzen, davon allein 120 am Standort St. Gallen. Im Jahr 2012 sollen schweizweit etwa 90 Mio. Sendungen befördert werden.

Daten und Fakten zur Medienmitteilung
  • Gründung: August 2009
  • Sitz: St. Gallen
  • Muttergesellschaft: MS Mail Service AG, St. Gallen
  • Start der Zustellung: Oktober 2009 in den Kantonen St. Gallen, Appenzell (AI/AR) und Teilen des Kantons Thurgau
  • Produktangebot: Beförderung von adressierten Briefen, Mailings, Katalogen und Kundenzeitschriften mit einem Gewicht von über 50 g
  • Geschäftsführer: Christof Lenhard (42), Diplom-Volkswirt, bisher Leiter Strategische Projekte bei der MS Mail Service, davor 13 Jahre bei der Schweizerischen und der Deutschen Post im Direktmarketing tätig
  • Planung für 2012: 300 Arbeitsplätze (umgerechnet auf Vollzeitäquivalente), darunter 120 am Standort St. Gallen, 90 Millionen Sendungen.
Über die MS Mail Service AG
Die MS Gruppe ist der führende Dienstleister für Marketing und Versandhandel in der Schweiz. Als Outsourcing-Partner kundenorientierter Unternehmen ist MS ein leistungsfähiges Kompetenz-Zentrum mit ganzheitlicher Sichtweise und Fokus auf Innovation und Kundenbedürfnisse. Mit Tools zur Neukundengewinnung, Kundenbindungssystemen, Databasemanagement, Customer Care und Fulfillment-Lösungen inkl. Verzollung wird die gesamte Wertschöpfungskette des modernen Direktmarketings abgebildet und kundenorientiert moduliert. Jede Dienstleistung kann einzeln oder integriert in Anspruch genommen werden. Der Umsatz der MS Gruppe betrug 2008 über 80 Mio CHF, beschäftigt werden 500 Mitarbeiter. CEO der MS Mail Service AG ist lic. jur. HSG Milo Stössel.

Über den schweizerischen Briefmarkt
Der Briefmarkt in der Schweiz wird vom Unternehmensbereich PostMail der Schweizerischen Post dominiert. 2008 beförderte die Schweizerische Post gemäß Geschäftsbericht 2.68 Mrd. adressierte Briefe. Nach Angaben der Postregulationsbehörde ist das ein Marktanteil von 99.9 %. Per 1. April 2006 erfolgte mit der Beschränkung des Briefmonopols auf Briefe bis 100 g Gewicht der erste Liberalisierungsschritt, zum 1. Juli 2009 wurde die Grenze auf 50 g abgesenkt. Damit sind laut Postregulationsbehörde 25 % der Sendungen ausserhalb des Monopols und können durch private Anbieter zugestellt werden.
Falls private Anbieter adressierte Briefe über 50 g regelmäßig und gewerbsmäßig für Dritte befördern und damit einen MWST-pflichtigen Umsatz von mindestens CHF 100.000.- erzielen, benötigen sie eine Konzession. Bisher haben in der Schweiz 7 Firmen eine Konzession zur Beförderung von Briefen erhalten, ohne jedoch dezidierte Angebote für die Beförderung von Briefen zu machen.
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