Die Unternehmen im Reich der Mitte rechnen wieder mit einer Belebung ihres Geschäfts. Damit scheint sich eine befürchtete abrupte Abkühlung der Wirtschaft nicht zu bewahrheiten.
Weil China in diesem Jahr mit einer ausufernden Inflation zu kämpfen hatte, trat die politische Führung in Peking mit beiden Füßen auf die Bremse. Die Leitzinsen wurden gleich fünf Mal binnen weniger Monate angehoben, die Kreditvergabe an Unternehmen wurde beschränkt und die Mindestlöhne der Arbeiter massiv erhöht. Damit wollte Peking eine Überhitzung der Wirtschaft verhindern. Und verschreckte damit viele Börsianer: Bekommen die Unternehmen für ihre Expansion weniger Kredite und steigen gleichzeitig ihre Kosten, würgt das die Konjunktur ab.
Entwarnung folgte Ende Oktober. Der Einkaufsmanagerindex – ein sehr wichtiger Gradmesser für die Auftragslage in der Industrie – stieg deutlich auf 51,1 Punkte. Erstmals seit Juni dieses Jahres notiert das Barometer wieder über 50. Werte jenseits dieser Schwelle signalisieren Wachstum, da die befragten Manager eine Belebung ihres Geschäfts spüren. Ein wichtiges Signal auch für die deutsche Wirtschaft. Schließlich ist das Reich der Mitte bereits der größte Handelspartner der Bundesrepublik außerhalb der Euro-Zone. Zumal Chinas Kampf gegen starke Teuerung Erfolg hat. Im September sank die Inflationsrate den zweiten Monat in Folge auf jetzt 6,1 Prozent. Damit verringert sich die Gefahr, dass Peking noch härter eingreift. Und die Unternehmen können weiter expandieren. Nach der starken Korrektur im Sommer dieses Jahres erholt sich Chinas Aktienmarkt wieder. Anleger, die von den Chancen der roten Turboökonomie überzeugt sind, können über den DWS Invest Chinese Equities LC an der Entwicklung partizipieren. Über den besagten Umweg „Export“ profitiert auch der DWS Deutschland vom Erfolg der Volksrepublik.