In den vergangenen Jahren wurden die internen und externen Geschäftsprozesse von Unternehmen aus nahezu allen Wirtschaftszweigen zunehmend durch elektronische Informationssysteme unterstützt. Die grundsätzlichen Vorteile derartiger Systeme, insbesondere hinsichtlich Effizienz und Effektivität, werden diesen Trend auch in Zukunft weiter fortschreiben. Teilweise konnten bzw. können traditionelle Verfahrensweisen sogar vollständig durch digitale Prozesse substituiert werden (Weiber/Kollmann 1997, S. 516). Zusammenfassen lässt sich diese Entwicklung unter dem Stichwort des Electronic Business, womit die Nutzbarmachung von digitalen Informationstechnologien zur Unterstützung von Geschäftsprozessen in der Vorbereitungs-, Verhandlungs- und Durchführungsphase bezeichnet wird (Wirtz 2001, S. 32ff.; Kollmann 2001, S. 64ff.; Weiber 2002, S. 1ff.). Dabei werden die hierfür notwendigen Bausteine Information, Kommunikation und Transaktion zwischen den beteiligten ökonomischen Partnern zunehmend über weltweite Netzwerke transferiert bzw. abgewickelt. Die anhaltend rasante technologische Entwicklung in diesem Bereich geht dabei zwangsläufig einher mit den vielfältigen Möglichkeiten, neue Geschäftskonzepte zu entwickeln und diese im Rahmen neuer Unternehmen (sog. Electronic Ventures / E-Ventures) zu realisieren (Kollmann 2002, S. 881ff.). Der E-Venture-Bereich beschäftigt sich demnach mit der Unternehmensgründung und -entwicklung von jungen Unternehmen im E-Business (Net Economy).
Dieser Beitrag ist ein abgeschlossenes Kapitel aus dem Buch E-Venture-Management, hrsg. von Prof. Dr. Tobias Kollmann, erschienen im Gabler Verlag.
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