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Schnittstellendefinitionen zur Datenbankanbindung im Electronic Commerce

Michael Scholz
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Beschreibung
Datenbankanbindungen werden in direkte Anbindungen von Systemen, sogenannte native Datenbankschnittstellen und in Anbindungen über eine Zwischenstufe (Middleware) unterteilt. Im folgenden werden neben nativen, die Middleware-Schnittstellen Open Database Connectivity (ODBC) und Java Database Connectivity (JDBC) betrachtet.
Native Datenbankschnittstellen
Bei nativen Schnittstellen ist eine Zweischichtarchitektur realisiert, die aus der Client- und der Serverschicht besteht. Die Datenbank wird hier direkt und ohne Umwege angesprochen. Auf der Clientschicht befinden sich die Anwendung, der Treibermanager und ein datenbankspezifischer Treiber für jede einzelne Datenbank. Die Anwendung spricht die Datenbank direkt über den Treiber und ein datenbankspezifisches Protokoll an.

Der Vorteil nativer Datenbankschnittstellen liegt in der Performance, da eine direkte Kommunikation unter den Schichten erfolgt. Der Nachteil besteht darin, jede Datenbank über ihr eigenes Protokoll ansprechen zu müssen. Dies führt zu erhöhtem Programmieraufwand und zu einer schlechteren Portierbarkeit im Vergleich zu Middle-ware-Schnittstellen.
Open Database Connectivity (ODBC)
ODBC ist ein von Microsoft im Jahr 1992 entwickeltes Protokoll und stellt mittlerweile einen Quasi-Standard für Datenbankanbindungen dar, da viele Datenbankanbieter das Protokoll in ihre Produkte implementiert haben. ODBC-Treiber sind für die gängigsten Datenbank- und Betriebssysteme erhältlich und sind darüber hinaus programmiersprachenunabhängig.

ODBC dient dazu Endanwendern und Applikationsentwicklern die Arbeit mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Datenbankmanagementsystemen (DBMS) in heterogenen Client/Server-Umgebungen zu erleichtern. Es erlaubt die Entwicklung von Frontend-Applikationen ohne spezielle Kenntnisse des entsprechenden DBMS im Backend. Die Verbindungen zwischen der Schnittstelle und dem DBMS wird von den Datenbankherstellern in Form von ODBC-Treibern zur Verfügung gestellt. Diese übersetzen die Aufrufe in die von der Zieldatenbank geforderte Sprache und verwalten den Verkehr zwischen den Clients und dem Datenbankserver. ODBC ist an die Verwendung eines Microsoft-Betriebssystems gekoppelt.
Java Database Connectivity (JDBC)
JDBC wurde von der Firma Sun entwickelt und gehört zum Standardumfang der Java-Entwicklungsumgebung Java Development Kit (JDK). JDBC ist eine Programmierschnittstelle, die es dem Anwender ermöglicht, Datenbanken betriebssystem- und datenbankenunabhängig über die Programmiersprache Java anzusprechen.
Die Anbindung erfolgt wie bei ODBC ebenfalls über eine Middleware, die die Übersetzung der JDBC-Befehle in die DBMS-spezifischen Protokolle übernimmt.
Der wesentliche Unterschied zu ODBC liegt darin, dass eine Festlegung auf die Sprache Java erfolgt und eine Unabhängigkeit von der gewählten Betriebssystemplattform besteht.
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Autor
  • Michael Scholz
    Michael Scholz

    Herr Michael Scholz studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Bereits während seiner Studienzeit leitete er ein Unternehmen zur Realisierung von Internet- und Electronic Commerce-Lösungen für klein- und mittelständische Unternehmen. Er ist seit 1999 Consultant der Transport-Informatik und Logistik Consulting (TLC) GmbH im Bereich...