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web_3.0_und_eShops.pdf WACH eShop Experts
Web 3.0 –
Der Einfluss auf eShops
So rosig die Zeiten für eShop-Betreiber auch sind – Sie müssen ständig ihren eShop
Up-to-Date-Halten. Die aktuelle Diskussion über Web 2.0 zeigt deutlich, dass hier im
internationalen Vergleich Aufholbedarf besteht. Während Web 2.0 allerdings „nur“ ein
Paradigmenwechsel hin zur Sozialisierung des Internet ist (Stichwort: Umkehrung der
Informationspyramide) und mehr ein unternehmens- und marketing-politischer Wandel,
denn einen monetären Investitionsbedarf darstellt, bedeutet Web 3.0 viel mehr: Im
Grunde genommen eine Weiterentwicklung von (Grund-) Technologien mit daraus
folgenden, fundamentalen Auswirkungen auf eShops.
Welche Faktoren und Rahmenbedingungen sind für das Web 3.0 erforderlich:
• Leistungsstarke Infrastruktur: 50 Mbit/ s werden ubiquitär
• „The Missing Link“: Die reale Welt wird mit der virtuellen Welt verknüpft
• Technologische Entwicklungen hin zum Cyberspace
• Weiter zunehmender Wunsch in der Gesellschaft nach anderen/ mehreren
Identitäten
An sich sind die Voraussetzungen für Web 3.0 schon (bald) erfüllt. Es fehlt
hauptsächlich an einer sinnvollen Kombination der neuen Möglichkeiten und der
Generierung einer innovativen Plattform/ Applikation.
Abgeleitet von diesen Weiterentwicklungen kristallisieren sich zwei Mega-Trends
heraus:
• Dynamisierung des Internet: Dies sind also animierte Applikationen
• Interaktivierung: Zwischen Unternehmen und Kunden, den Kunden
untereinander und Kunden und Technologie – im Prinzip ist das die
konsequente Weiterentwicklung von Web 2.0
© Elmar P Wach
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Welche konkreten Auswirkungen können die veränderten Rahmenbedingungen für
eShop-Betreiber haben? Nun, einerseits werden sich die eShops ändern (müssen),
andererseits werden zukünftig virtuelle Produkte stärker nachgefragt werden – konkret:
• Rich Media Produktdarstellungen: Der statische Katalog wandelt sich in eine
Multimedia-Erlebnisproduktpräsentation
• Der eShop wandelt sich hin zu einer virtuellen Einkaufswelt: Irgendwann wird
der Kunde mit der Cyber-Brille durch den eShop flanieren
• Oder: Der Konsument lässt elektronische Agenten für sich Shoppen
• Der Konsument wandelt sich auch zum „Prosument“: Er hat Einfluss auf die
Produktentwicklung und -gestaltung und produziert teilweise selbst
• Um den eShop entwickelt sich ein soziales Netzwerk, in dem intensiv
kommuniziert wird – sozusagen „Mundpropaganda 2.0“
• Zusätzlich entstehen verstärkt autonome soziale Netzwerke, über die auch
Produkte vertrieben werden (bspw. „Long Tail“)
• Die Nachfrage nach virtuellen Gütern wird explosionsartig steigen: Im
Cyberspace ist man cyber-schick, und in Games erringt man Status durch
virtuelle Äußerlichkeiten
• Die „Diversifizierung“ des eCommerce zieht natürlich einen fundamentalen
Wandel von Online und Offline Marketing nach sich – erste Ansätze sind mit
Blog- und Podcast-Marketing bereits gemacht; darüber hinaus werden sich
die Zielgruppen weiter fragmentieren
• Marketing-Aktionen in der realen Welt werden mittels Technologie mit dem
Internet/ dem eShop verbunden
Für das Web 3.0, das viel schneller hier sein wird, als heute angenommen, sind
fundamentale Änderungen in der Denkweise, Unternehmertum, Unternehmenspolitik
und Technologie zu vollziehen. Die Belohnung kann eine exponierte und überaus
erfolgreiche Brand sein – Amazon von morgen sozusagen. Erforderlich ist allerdings der
möglichst frühzeitige Beginn dieses Denkprozesses – das Projekt startet heute.
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