Mit dem Umsetzungsplan zu BundOnline2005 hat die Bundesregierung die wirtschaftsbezogenen öffentlichen Leistungen auf Bundesebene aus Sicht der öffentlichen Verwaltung nach den Kriterien Nutzen und Machbarkeit analysiert und klassifiziert.
Nahezu unbekannt ist jedoch derzeit nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf Länder- und Kommunalebene die Nutzung der Verwaltungsangebote seitens der Wirtschaft. Insbesondere fehlt es an genauen Informationen über Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Verwaltung und die Häufigkeit der unterschiedlichen Kontakte.
Bezüglich der Nutzung der Verwaltungsangebote hat die Industrie- Handelskammern-Organisation in Kooperation mit dem Institute of Electronic Business (IEB) im Sommer 2002 eine empirische Untersuchung mit dem Titel "E-Government B2G ‑ Anforderungen der Deutschen Wirtschaft" erstellt. Die Analyse wurde als Querschnittserhebung bei einer repräsentativen Grundgesamtheit von 8000 deutschen Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus allen Branchen durchgeführt. Die Befragung erfolgte durch die Zusendung eines Fragebogens. Die Studie verfolgt das Ziel, durch die Ermittlung des Bedarfs der Unternehmen, richtungweisende Aussagen darüber zu treffen, welche Verwaltungs-Dienstleistungen von Unternehmen in welcher Intensität nachgefragt werden.
Bei der Frage, welche Verwaltungs-Prozesse und -Abläufe bezüglich elektronischer Abwicklung vom herausragenden Interesse sind, wurde an erster Stelle der Bereich „Steuern und andere Abgaben“ angegeben. Er wurde gefolgt von „allgemeinen Prozessen“ und „Kommunikation“. Auch eine OECD-Studie aus dem Jahr 2001 stellt fest, dass die Behördenkontakte in den Bereichen „Steuern und Beschäftigung“ bei Unternehmen am höchsten sind. Nach Aussage der Studie würden hier zudem die höchsten Einsparpotentiale im B2G-Bereich liegen.
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