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Fach-Chinesisch contra Bürgersprache - Wissensmanagement vermittelt

Thomas Gerick
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Herausgebende Organisation
Beschreibung
Wissen Sie, was eine "Personenvereinzelungsanlage" ist? Damit wird im amtsdeutschen Vokabular ein "Drehkreuz" bezeichnet. Babylon ist überall. Das Beispiel verdeutlicht die Schwierigkeiten auf der inhaltlichen Seite, mit denen die Service-Agents eines kommunalen Call Centers jeden Tag konfrontiert sind. Der Wissenstransfer zwischen den beiden Sprachwelten "Amtsdeutsch" und "Bürgerdeutsch" ist eine der zentralen Herausforderungen. Wie ein kommunales Call Center diesen Wissenstransfer zwischen den beiden Sprachwelten "Amtsdeutsch" und "Bürgerdeutsch" löst, beschreibt der Beitrag am Beispiel der Stadt Köln - einer der Modellregionen für die geplante einheitliche Behördenrufnummer D115.

Erfolgsrezept aus Köln
Großes Lob zollen die Bürger aus Köln und Umgebung den Services ihres kommunalen Call Centers. Dankesschreiben zieren die Wände der Büros, regelmäßige Kundenbefragungen bescheinigen der Bürgerhotline Schnelligkeit, Freundlichkeit und hohe Antwortkompetenz. In Schulnoten: 1,6. Und auch andere Zahlen und Fakten sind beeindruckend: Etwa 120 Mitarbeiter meistern im Front- und Backoffice ein tägliches Anrufvolumen von ca. 5.600 Calls, also etwa 1,65 Millionen Telefonate pro Jahr. Die durchschnittliche Annahmezeit beträgt unter 15 Sekunden, und 95 Prozent der angenommenen Bürgeranrufe werden im Front-Office abschließend bearbeitet. Die Schwerpunktthemen der Anrufer liegen in den Bereichen Öffentliche Ordnung (25 Prozent), Pass- und Meldewesen (15 Prozent), Soziales (12 Prozent) und Standesamt (5 Prozent). Rund 1,5 Millionen Bürger profitieren in der Region vom Service des städtischen Call Centers. Denn inzwischen nutzen auch die Nachbarstädte Bonn und Leverkusen die Dienste der Kölner. Das Leistungsspektrum umfasst die Information und Beratung zum kompletten Produktportfolio der Stadtverwaltungen – insgesamt etwa 4.000 Einzelthemen. Des Weiteren werden Terminvereinbarungen, das Beschwerdemanagement und Sonderservices erbracht, z.B. spezielle Hotlines, Urkundenbestellung, Wunschkennzeichen oder die Auskunft bei Großschadensereignissen. Erfolgskritisch für den Umfang und die Güte dieser Services sind motivierte, gut qualifizierte Mitarbeiter. Entscheidende unterstützende Faktoren sind das Wissensmanagement und die Qualitätssicherung.
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Autor
  • Thomas Gerick
    Dr. Thomas Gerick

    Thomas Gerick studierte Geisteswissenschaften in Freiburg, Siena und Urbino und agiert seit 1998 als Berater Knowledge Management bei der USU AG. Seit 1999 verantwortet er die Unternehmenskommunikation des börsennotierten Softwarehauses. In dieser Funktion ist er auch als Autor zahlreicher Beiträge zu Management und IT-Themen, schwerpunktmäßig Knowledge...

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