Aus vielfältigen Untersuchungen weiß man heute, dass Erfahrungen, Wissen, Werte und Fähigkeiten, die für die Berufstätigkeit erforderlich sind, größtenteils informell, d.h. außerhalb der gezielten Wissensvermittlung erworben werden. Informelle Lernfelder sind „Familie, Verein, Romanlesen, Spielen, Gespräche mit Kollegen, Besuch von Fachmessen und vor allem und immer wieder ( ) der Arbeitsprozess selbst“ (vgl. Erpenbeck/Heyse 1999). Professionsbezogene und organisationsübergreifende Communities of Practice stellen seit geraumer Zeit einen bedeutsamen Kontext für die Bewältigung beruflicher Anforderungen und des integrierten Lernens dar (u.a. Lave/Wenger 1991; Faraj/Wasko 2001). Im Internet finden die CoPs einen ortsunabhängigen und zeitlich flexiblen Kontext, der es den Mitgliedern ermöglicht aus ihrem Berufsalltag heraus, im Schonraum der Pseudonymität, mit „Kollegen“ aus anderen Organisationen selbstbestimmt zu interagieren. Auf den ersten Blick scheint es in den CoPs vor allem um soziale Unterstützung bei der Bewältigung von Arbeitsanforderungen, die Bereitstellung von Kenntnissen und (unidirektionale) Informationsangebote zu gehen. Darüber hinaus werden auch Einstellungen und Werte vermittelt, deren Internalisierung Basis für ein gelingendes Kompetenzlernen sind (vgl. Erpenbeck 2004; Broensted/Elkjaer o.J).
Anhand des downloadbaren Vortrags, der im Rahmen der General Online Research
(GOR) am 22.03.2006 in Bielefeld gehalten wurde, wird ein Einblick zu den Themenfeldern Kompetenz(-entwicklung), das Phänomen Online CoPs und Virtualität gegeben. Es werden zentrale Merkmale des Konzepts CoPs, und Kompetenz-Lernprozesse, sowie die methodische Vorgehensweise in englischer Sprache dargestellt.
Darüber hinaus wurde der Vortrag als Poster für die Präsentation in der Poster-Session der GOR aufbereitet (siehe Download).
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