Deutsche High Potentials im globalen Recruiting - Ergebnisse der AWARE-Untersuchung bestärken PISA und stellen Bologna vor schwere Aufgaben
Eigeninitiative und die Bereitschaft zu Lernen und Weiterbildung sinken, je höher der universitäre Abschluss ist. Hiermit konstatiert die SKYLIGHT GmbH als Initiator der Studie "AWARE! Inter_Cultural_Competence" ein weltweites Ergebnis. Doch auch mit dem Blick auf die Kompetenzprofile deutscher Absolventen und Berufseinsteiger zeigt die Studie deutlichen Entwicklungsbedarf hinsichtlich Employability und Arbeitsbefähigung.
29.867 Personen in aller Welt nahmen an der Online-Befragung "AWARE! Inter_Cultural_Competence" teil und nutzten die Gelegenheit zur freiwilligen Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten in den Bereichen Projektmanagement, Medienkompetenz, PC-Skills, Fremdsprachen, Teamfähigkeit, Kommunikationsvermögen und interkultureller Kompetenz sowie hinsichtlich der Flexibilität, die sich sowohl in stetiger Bereitschaft zu lebenslangem Lernen als auch der Fähigkeit, sich wandelnden Arbeitsanforderungen und -situationen sowie Teamkonstellationen anzupassen, ausdrückt. Die Befragung hatte von September bis November 2005 in sieben Wirtschaftssprachen stattgefunden.
Trotz hoher Ziele der wissensbasierten Gesellschaft sind die weltweit Besten im internationalen Vergleich nicht in Deutschland anzutreffen. Entgegen dem Standard der üblichen Bewerbungsanschreiben und Recruiting-Szenarien sprechen unter den deutschen Teilnehmern nur knapp 50% verhandlungssicher englisch, dagegen beträgt dieser Anteil in Skandinavien rund 80%. Auch die "Cracks" des Projektmanagements sind dort zu finden, in diesem Segment zeigen überdies die USA und Brasilien eindeutige Wissensvorsprünge in der Reihe der 69 befragten Nationen
Ebenso den Herausforderungen der Teamverantwortung begegnen die Skandinavier zu ca. 80 Prozent souverän, in Deutschland dagegen fühlen sich nur etwa die Hälfte der Befragten zu Führungsaufgaben befähigt und vorbereitet. Erschreckende Ergebnisse zeigt ein Blick auf die interkulturellen Fähigkeiten: Deutschland bildet das Schlusslicht, dagegen machen hier Afrika, Australien und Neuseeland das Rennen, also Länder, die durch das Zusammenleben unterschiedlicher Stämme und Kulturen ein hohes Maß von interkulturellen Fähigkeiten selbstverständlich im Alltag leben und trainieren.
Die Ergebnisse appellieren nicht nur an die Einlösung der Bologna-Forderung nach einer praxisnahmen Hochschulausbildung gerade angesichts des internationalen Wettbewerbs im geöffneten Hochschulraum. Auch die Recruiting-Strategien der Unternehmen müssen die überfachlichen Kompetenzen der Kandidaten-Profile in den Blick nehmen, um Mismatching und hohe Transaktionskosten zu vermeiden.
Die ersten Ergebnisse der Studie stehen hier kostenfrei im Internet zur Verfügung. Die kostenpflichtige Vollversion von "AWARE! Inter_Cultural_Competence" wird am 1. Februar 2006 bei der SKYLIGHT GmbH erscheinen.
Für Fragen steht Frau Dr. Johanna Dahm, Geschäftsführerin der Kölner Unternehmens- und Personalberatung SKYLIGHT zur Verfügung.
Dr. Johanna Dahm
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