eLearning roadmap.pdf„e-Learning“ Roadmap
Über Gurus, Newsletter, Magazine und Konferenzen: Wichtige internationale
Informationsquellen im Internet
Der e-Learning Markt, der Augenzeugen zufolge gerade auf seiner zweiten
oder dritten Welle reitet, ist nach wie vor ein sehr dynamischer Markt. Bis
heute bestimmt ein schneller Wechsel von Insolvenzen, Neugründungen
und Allianzen das Bild. Zu dieser Dynamik gehört es, dass in kurzen
Abständen neue Produkte, neue Releases und „Buzzwords“ um die
Aufmerksamkeit des Publikums buhlen.
Längst hat sich auch die entsprechende Community gebildet, ein etablierter
Kreis von Experten, Beratern, Entwicklern und Betroffenen, die um der guten
Sache willen in Magazinen und Newslettern, auf Konferenzen und Messen
streiten. Die Drehscheibe aller dieser Aktivitäten bildet das Internet. Wer
heute das Stichwort „e-learning“ in Google eintippt, erhält über 1.700.000
Referenzen! Wie aber kann man sich angesichts dieser Fülle von Quellen
informieren? Wie findet man aktuelle und, wichtiger noch, passende
Antworten?
Es gibt es diese Quellen, und sie sind, wen wundert es, fast ausschließlich
im englischsprachigen Raum zu Hause. Ob es aber die Quellen sind, die
man selbst sucht? Letztlich hilft nur ausprobieren!
I. Die Gurus
Ä Unumstrittener Guru der e-Learning Szene ist der Amerikaner
Elliott Masie (Abb.1), der sich selbst „Futurist on Technology, Learning &
People“ nennt. Auf seiner Referenzliste stehen unzählige major
companies und auch das Weiße Haus, das er beim Thema e-Learning
berät. Elliott Masie ist darüber hinaus auf vielen wichtigen Konferenzen
und Messen anzutreffen, und selbst Gastgeber der jährlich stattfindenden
„TechLearn“.
Die Webseite des MASIE Centers selbst (www.masie.com) (Abb.2), das Abb.1: Elliott Masie
sich „e-Lab & ThinkTank“ nennt, bietet eine Fülle weiterer Informationen
und Artikel zum Thema. Bekannt geworden ist z.B. die Studie „If we build
it, will they come?“, die das MASIE Center zusammen mit der American
Society for Training & Development (ASTD) im Juni 2001 herausgebracht
hat. Sie untersucht die Frage, wie Unternehmen die Nutzung und
Akzeptanz ihrer e-Learning Angebote sichern können (die entsprechende
Executive Summary steht auf den Webseiten des MASIE Centers zur
Verfügung!).
Empfehlenswert ist auch Elliott Masie’s Newsletter, „TechLearn Trends“,
der laut eigener Auskunft an über 41.000 Empfänger weltweit geht und in
den der Experte oft seine ganz persönlichen Erfahrungen einfließen läßt.
Und wer sein Bild von Elliott Masie abrunden möchte, hat hier die
Möglichkeit, sich ein 15-minütiges Video anzuschauen, in dem der
Experte zum Thema „e-Learning Pricing Issues“ spricht.
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Abb.2: Homepage des MASIE Centers
Ä Etwas kommerzieller und mehr an Unternehmen gerichtet,
präsentiert sich eine andere Größe auf dem amerikanischen e-Learning
Markt, Brandon Hall (Abb.3). Auch er ist Berater von Unternehmen und
Organisationen, Sprecher auf Konferenzen, vor allem aber Herausgeber
einer Reihe von praktischen Ratgebern (das bekannte „Web-Based
Training Cookbook“ und weitere „How to ...“ Bücher) und unzähliger
Marktstudien - die jüngsten zu den Themen LCMS und e-Learning
Simulationen.
Brandon Hall veranstaltet darüber hinaus den „Excellence in E-Learning
Abb.3: Brandon Hall
Award“, eine renommierte Auszeichnung von Best Practices im Bereich e-
Learning. Der entsprechende Report „Best Practices for E-Learning“
(2003) kann online bestellt werden.
Abb.4: Homepage von brandon-hall.com
Die Website von Brandon Hall (www.brandonhall.com) (Abb. 4) bietet
neben den genannten kommerziellen Angeboten den freien Zugriff auf
eine Reihe von Artikeln, White Papers und Reports, z.B. dem 42-seitigen
„E-Learning Guidebook. Six Steps to Implementing E-Learning“, das
neben viel Eigenwerbung eine systematische Hilfe zur Einführung von e-
Learning gibt. Ein übersichtliches Glossary und ein durchschnittlicher
Newsletter runden das Web-Angebot von Brandon Hall ab.
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Ä Ganz anders kommt Jay Cross (Abb. 5) mit seiner „eLearning
Jump Page“ (www.internettime.com) (Abb. 6) daher. Jay Cross hat eine
bunte Karriere hinter sich, zu der Universitäten und Software Start-Ups
gleichermaßen gehören. 1998 gründete er die Internet Time Group, die in
allen Fragen zum Thema e-learning berät, ist Sprecher auf Konferenzen,
Autor, CEO des „eLearning Forums“, etc. – und schimpft sich selbst „Web
fanatic“.
Seine „eLearning Jump Page“ ist ein stetig wachsendes, sehr lebendiges Abb.5: Jay Cross
Gebilde, ein Blog, wie dieses Phänomen heute häufig beschrieben wird
(Der Ausdruck „Blog“ ist abgeleitet von „Web-log“ und steht für eine
bestimmte Art informeller, persönlicher Webseiten - aber das ist fast eine
eigene Geschichte.). Bei der „Jump Page“ handelt es sich um eine
Sammlung von Links, die auf Artikel und Reports, auf alles, was rund ums
Thema e-Learning wichtig und erwähnenswert ist, verweisen. Die Struktur
ist einfach, einige Titel wie „Summary Pages“, „Reference Sources“,
„Tools“, „Reading“ ordnen das Ganze, eine Suche hilft beim Auffinden der
richtigen Quellen und lädt zum Stöbern ein.
Abb.6: eLearning Jump Page
Ein Tipp: Lesenswert ist das Kapitel „The DNA of e-Learning“ aus dem
Buch „Beyond eLearning. A Five-Year Scenario“ (2002), in dem Jay Cross
auf 20 Seiten die letzten 12 Jahre des e-Learning Markts Revue passieren
lässt! Das Kapitel steht als Appetizer zum Download zur Verfügung!
Ä Der letzte Experte, auf den an dieser Stelle hingewiesen sei, ist
Kevin Kruse (Abb. 7), Gründer von e-LearningGuru.com (www.e-
learningguru.com) (Abb. 8). Auch Kevin Kruse ist seit Jahren auf dem
Bildungsmarkt aktiv – als Gründer einer eigenen Firma, Buchautor, Editor Abb.7: e-Learning Guru
und Sprecher auf Konferenzen.
Sein Motto heisst „Life is short. Have fun, learn, and have fun helping
others learn“. Seine Seite ist das wohlgeordnete Gegenstück zu Jay
Cross’ e-Learning Jump Page. Sie bietet über 70 praktische „How to-“
Artikel zu Themen wie „e-Learning Basics“, „Systematic Design“, „Adult
Learning Theory“, „Blended Learning“, „ROI“ und vielen anderen mehr.
Spannend auch seine Rubrik der „10 Hottest Article“. (Als ich die Seite
das letzte Mal aufsuchte, war „How to write an e-learning RFP“ auf Platz
1.).
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Abb.8: Homepage von e-LearningGuru.com
Neben dieser beeindruckenden Artikelsammlung bietet Kevin Kruse noch
einige praktische Arbeitsvorlagen, White Papers, Book Summaries, ein
Glossar, eine umfangreiche Sammlung von Links sowie einen
interessanten Newsletter.
II. Der Newsletter
Newsletter gehören heute zum selbstverständlichen Service jedes
Unternehmens, jeder Organisation und (fast) jedes Betreibers einer
Webseite. Erst Recht, wenn es um ein Thema wie e-Learning geht. Lohnt
es sich da noch, einen Newsletter besonders hervorheben? Ja!
Das „Must Read“ wird herausgegeben von Maish Nichani (Abb.9) aus
Singapur, ist zu finden unter www.elearningpost.com , erscheint werktäglich
und ist, wie ein Newsletter sein sollte: kurz, klar, kompetent. In einem
Interview hat Maish Nichani die Geschichte seines Newsletters kurz
erzählt: Wie er mit einem Freund regelmäßig interessante Web-Adressen
austauschte, wie aus dieser Obsession die Idee eines täglichen web-
basierten Newsletters entstand und diese Idee im September 2000
tatsächlich umgesetzt wurde. Und wie schließlich durch ein Interview mit
Jacob Nielsen, dem anerkannten Experten für Web-Usability, aus einem Abb.9: Maish Nichani
nur Eingeweihten bekannten Angebot ein vielbeachteter Service wurde,
der heute weltweit eine eingeschworene Gemeinde mit neuen Ideen,
Features und Perspektiven versorgt.
Konkret bietet jeder Newsletter 3-5 Hinweise auf Artikel mit Titel, Quelle
und einigen Zeilen zum Anlesen – sonst nichts. Keine Werbung, keine
Grafiken, keine weiteren Meldungen, nur erstklassige Verweise aus einer
Fülle von online Ressourcen, die weit über e-Learning hinausgehen! Nur
der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch die Webseite von
elearningpost noch eine umfangreiche Sammlung von Artikeln und
Interviews rund ums Thema e-Learning bietet.
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III. Das Magazin
Die American Society for Training & Development (ASTD) hat dem Thema
e-Learning eine eigenes Online-Magazin gewidmet, die Learning Circuits
(www.learningcircuits.org). Die meisten der hier angebotenen Informationen
sind frei zugänglich, einige Quellen sind an die Mitgliedschaft im ASTD
gebunden, was für alle, die professionell mit dem Thema zu tun haben,
eine lohnenswerte Investition darstellt. Learning Circuits bietet zum einen
eine hervorragende News-Section (wer mit wem auf dem globalen e-
Learning Markt); zum anderen kluge und praxisnahe Artikel zum Thema
(die meisten der oben genannten Gurus haben hier bereits publiziert!).
Hinzu kommen eine Reihe weiterer Features: ein Glossar, eine Experten-
Hotline und Produktbeschreibungen (beides nur für Mitglieder) und ein
hervorragendes Archiv. Einen Besuch wert ist der Learning Circuits Blog
(http://www.meta-time.com/lcmt ), wo ausgesuchte Experten Themen und
Stichworte vorgeben und zur Kommentierung einladen.
An dieser Stelle sei deshalb auch auf das Flagschiff des ASTD
hingewiesen, das T+D Magazine
(http://www.astd.org/virtual_community/td_magazine). E-Learning ist eines
der Themen, dem das T+D Magazine seit vielen Jahren einen breiten
Raum gibt. Allerdings werden nur kurze Summaries und einzelne Artikel
für Nicht-Abonnenten online zugänglich gemacht.
IV.
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