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Paradigmenwechsel im Bildungsmanagement: E-Learning als Instrument zur Personal- und Geschäftsentwicklung

Jörg Sander
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Beschreibung

E-Learning hat sich inzwischen als Instrument der Personalentwicklung etabliert und wird als Bestandteil von Blended Learning Konzepten erfolgreich in vielen Unternehmen eingesetzt. Aus der Weiterbildung der Unternehmen ist E-Learning nicht mehr weg zu denken. Der Grund hierfür ist in dem Wandel zu einer globalen Kompetenzgesellschaft und in der verschärften Wettbewerbssituation zu sehen, die innovative Instrumente zur Personalentwicklung fordern, mit denen das Know-how der Mitarbeiter in den Unternehmen in kurzer Zeit marktorientiert entwickelt werden kann. Mit E-Learning können mit geringem Ressourcenaufwand zeit- und problemnah Mitarbeiter geschult werden.

Aber auch an E-Learning ist die intensive Cost-Cutting Diskussion der vergangenen Jahre nicht vorbeigegangen und hat ein Umdenken bewirkt: Nach der Methodendiskussion der vergangenen Jahre gewinnt nunmehr die betriebswirtschaftliche Dimension von E-Learning stark an Bedeutung. E-Learning muss - stärker noch als „klassische“ Weiterbildungsmaßnahmen - nachweisen, dass es nicht nur Kosten verursacht, sondern Wertschöpfungsfaktor ist und im Einklang mit den Unternehmenszielen steht. Oftmals wird E-Learning selbst als ein Instrument gesehen, mit dem die Kosten der Personalentwicklung gesenkt werden können, ohne die Lerneffizienz zu gefährden. Dadurch wird der E-Learning Markt belebt.

Aus der Cost Cutting Diskussion sowie dem Wunsch nach effizienter Weiterbildung resultiert noch ein weiterer Treiber für E-Learning: Viele insbesondere größere Unternehmen stehen zur Zeit vor dem Problem eines unkoordinierten Einsatzes von Lernmanagement- und Veranstaltungsmanagement-Systemen im Unternehmen. So konnte Detecon bei einem deutschen Konzern zwölf Lernplattformen unterschiedlichster Ausprägung zählen, die in den jeweiligen Bereichen mit eigenen Ressourcen betrieben und weiterentwickelt werden, aber insgesamt nur 20% der Mitarbeiter erreichen. Diese Systeme sind untereinander zum größten Teil inkompatibel und sehen keine nahtlose Integration in die HR Systeme vor. Durch ein einheitliches Lernmanagement-System können Kosten im erheblichen Umfang eingespart und gleichzeitig die Effizienz und die Reichweite deutlich gesteigert werden kann.

Dies wird durch eine im Oktober erscheinende Studie von Detecon belegt, bei der 30 große deutsche Unternehmen hinsichtlich ihrer Bildungsmanagement-Ambitionen befragt worden sind. 65% der befragten Unternehmen setzen bisher mehrere Lernmanagement-Systeme ein, planen aber konkret eine Konsolidierung bzw. eine konzernweit einheitliche Architektur zur Unterstützung des Bildungsmanagements. Im Gegensatz dazu wollen nur 8% ein zusätzliches LMS ohne Konsolidierungsziel anschaffen. Eine Erweiterung des Nutzerkreises planen nahezu 100% der Teilnehmer. Im Mittel soll dabei die Nutzer-Anzahl innerhalb der nächsten Jahre verdreifacht werden.


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Autor
  • Jörg Sander
    Dr. Jörg Sander

    Dr. Jörg Sander ist Principal bei Detecon International und als Mitglied der Partnerrunde verantwortlich für das Beratungsportfolio "Intellectual Asset Management" (IAM). Dr. Sander studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes und promovierte bei Prof. Scheer über „Mediengestütztes Bildungsmanagement“. Nach mehreren beruflichen Stationen im...

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