Eine Frage der Glaubwürdigkeit - Europäische Zentralbank (EZB) kauft Staatsanleihen auf
Ophirum GoldberichtEine Frage der Glaubwürdigkeit
Lag der Fokus der letzten Ausgabe des Ophirum Goldberichts auf den finanziellen Verwicklungen in den USA und dem dortigen Haushaltsstreit, konzentrieren sich die Edelmetallhändler nun wieder auf Europa. Standen bisher nur die sogenannten „Peripherieländer“ in Süd- und Westeuropa (Griechenland, Portugal, Irland, Spanien) im Fokus, konzentrieren sich die Märkte jetzt auch auf größere Beute.
Nachdem Italien und Frankreich in das Visier der Krisen-Spekulanten gerückt sind, entschied sich die Europäische Zentralbank (EZB) vor knapp einer Woche dazu im Anleihenmarkt tätig zu werden. Die Europäische Zentralbank hat sich in dazu entschlossen die Kurse italienischer und spanischer Anleihen durch direkte Käufe der Papiere zu stützen. Oder anders gesagt: Die EZB wirft ihre eigene Reputation endgültig über Bord.
Die Turbulenzen an den Aktien- und Anleihenmärkten führen dazu, dass sich die starke Entwicklung des Goldpreises im Juli (+8,17%) im August ungebremst fortsetzen kann. Zwar ging der Goldpreis im Zuge einer Beruhigung der Märkt in den letzten Tagen leicht zurück, doch trotz dieses Rücksetzers steht nach der Hälfte des Monats bereits ein Kursplus von 6,79% auf USD-Basis zu Buche. Die letzte Kursfixierung lag bei 1.739 USD / 1.203,71 EUR (London P.M. Fixing). Wie quasi selbstverständlich gibt es auch in dieser Ausgabe des Ophirum Goldberichts neue Höchstkurse für den Goldpreis zu verkünden. Bei 1.786,00 USD bzw. 1.254,39 EUR (London A.M. Fixing am 11.08.2011) erreichte der Preis für das gelbe Metall neue (vorläufige?) Rekordstände.
EZB mit „unkonventionelle Maßnahmen“ am Anleihenmarkt aktiv
Angesichts der Schuldenkrise der Euroländer sah sich die EZB gezwungen abermals direkt am Markt zu intervenieren und massenhaft Staatsanleihen zu kaufen. Bereits seit Montag vergangener Woche kauft die EZB Anleihen der Euromitgliedsstaaten an. Seitdem haben die Währungshüter für 22 Milliarden Euro wohl vornehmlich Anleihen Italiens und Spaniens angekauft. [...]
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