Die derzeitige Nachfrage nach Gold ist immens stark. Anleger suchen in hohem Maße Sicherheit, nachdem eine weitere Ausuferung der europäischen Staatsschuldenkrise droht. Nach Griechenland und Portugal steht nun auch Italien unter Beschuss. Die Notierung je Feinunze Gold in Euro erreichte daraufhin am heutigen Vormittag im Londoner Fixing ein neues Rekordhoch von 1.106,38 Euro. In US-Dollar beträgt der Goldkurs 1.544,50 und liegt damit noch etwas unterhalb den bisherigen Höchstmarken.
Die neuerlichen Sorgen um Italien haben vor allem Auswirkungen auf den EUR/USD-Wechselkurs. Während der Goldkurs in US-Dollar nur einen geringen Anstieg verzeichnen konnte, legte die Euro-Notierung deutlich zu und setze den positiven Trend der vergangenen Woche ununterbrochen fort. Letzten Freitag versetzten bereits die US-Arbeitsmarktdaten dem Goldpreisanstieg einen ersten Schub. Die Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, wodurch die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Konjunktur weiter abgeschwächt wurde.
Italien könnte EU-Rettungsschirm massiv belasten
Sollte Italien, als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, seine Schuldenlast nicht mehr alleine stemmen können und in der Folge ebenfalls Unterstützungsmaßnahmen benötigen, dürfte der Rettungsschirm einer deutlichen Belastung ausgesetzt sein. Viele Experten gehen davon aus, dass die bisherigen Mittel hierfür nicht ausreichen. Außerdem könnte auch für Italien in Kürze eine Abwertung durch die Ratingagentur Moody’s anstehen. Im Juni wurde die Bewertung noch unangetastet gelassen, allerdings setzte Moody’s den Ausblick Italiens bereits auf negativ. Dies ist oftmals die Vorbereitung für ein in Kürze folgendes Downgrade durch die Ratingagentur. [...]
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