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Virtual Roundtable "eGovernment in Deutschland - Status Quo, Trends und Visionen für den modernen Staat"
Es mangelte die letzten Jahre wahrlich nicht an Initiativen zu eGovernment. Nahezu jede Kommune verfügt heute über „ihr Portal“: manche schon weit entwickelt in Richtung echter Interaktion mit dem Bürger und zu Unternehmen, andere „nur“ mit Information gespickt oder zusätzlich mit der Möglichkeit zum Download von Formularen ausgestattet. Auch die Bundesländer haben teilweise kräftig in eGovernment „investiert“ – Hessen hat dafür eigens einen Staatssekretär als Chief Information Officer (CIO) ins Leben gerufen. Und auch auf Bundesebene hielt man sich nicht zurück, sondern gab sich zukunftsorientiert und startete im Jahr 2000 als „Chefsache“ die Initiative BundOnline 2005 während der Expo in Hannover.
Vor kurzem konnte man nun einer Studie entnehmen, dass Deutschland in Sachen eGovernment im internationalen Vergleich zurückgefallen sei. Heißt das etwa, dass bei all den Initiativen auf Ebene der Kommunen, Länder und des Bundes bisher keine Erfolge zu verzeichnen sind? Sind andere Länder einfach ideenreicher, schneller oder setzen eGovernment-Projekte nur effektiver um? Von welchen Staaten und Organisationen können wir lernen?
Welche wirtschaftliche Bedeutung haben eGovernment-Projekte für den Standort Deutschland und seine Wettbewerbsfähigkeit? Lassen sich die erhofften Effizienzsteigerungen tatsächlich realisieren? Was sind die Erkenntnisse aus den bisherigen Projekten? Wie wird der bisherige Status und v.a. die Zukunft des Themas eGovernment von ausgewiesenen Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft gesehen? Überwiegt evtl. weiterhin der Portalgedanke und das Content-Management oder führt eGovernment zu tatsächlichen Veränderungen in den Prozessen innerhalb der öffentlichen Einrichtungen und in der Schnittstelle zum Bürger? Welche Trends bei IT und Organisation sind als erfolgreich und welche als zukünftig vielversprechend zu erkennen? Wird es EU-weite Standards geben? Was könnte die Vision eines BundOnline 2015 sein?
Übersicht über die Teilnehmer des Roundtables (Über den Link zu jedem Teilnehmer können Sie seine/ihre Antworten zu allen Fragen nachlesen):
Übersicht über die einzelnen Fragen des Roundtables:
Frage 1
Seit wann beschäftigen Sie sich persönlich mit dem Thema eGovernment? In welchen Teilbereichen sind Sie und Ihre Organisation besonders aktiv? Zu den Antworten
Frage 2
Ist eGovernment in Deutschland in der Innovationsfalle?
Deutschland gilt international nicht gerade als besonders innovationsfreudig. Zuletzt war zu vernehmen, dass der Erfolg von eGovernment in Deutschland im internationalen Vergleich rückläufig ist. Wie lautet Ihre persönliche Einschätzung? In welchen Bereichen sehen Sie Probleme und Hemmnisse? Fehlt es an Geld oder Wille oder Können? Welche Initiative muss von der Politik und Verwaltung ausgehen, was muss die Wirtschaft beisteuern, um eGovernment im internationalen Vergleich wieder nach vorne zu bringen? Zu den Antworten
Frage 3
Bringt eGovernment wirklich die erhofften Effizienzsteigerungen?
Häufig werden eGovernment-Projekte mit hohen Einsparpotenzialen und Effizienzgewinnen in der Zukunft begründet. In der Regel sind jedoch erst einmal (hohe) Investitionen in Technologie notwendig, die zudem Folgekosten z.B. in Form von Ausbildung nach sich ziehen. Mit welchen Potenzialen kann man tatsächlich rechnen? Ist die Verwaltung in der Lage, diese Potenziale zu realisieren? Kann man eine Aussage treffen, wie schnell sich eGovernment-Projekte amortisieren? Welche Beispiele und Erfahrungen – ggf. aus anderen Ländern – gibt es, die hier Maßstäbe darstellen können? Zu den Antworten
Frage 4
Virtuelle Rathäuser und Ämter – wie erfolgreich wird eGovernment aus Sicht der Unternehmen und Bürger gewertet?
Dass sich Formulare aus dem Netz herunterladen lassen, gehört schon zur Normalität, doch der anschließende Gang zur Behörde lässt sich oft nicht vermeiden, um z.B. die Identität festzustellen. Wie wird deshalb der Nutzen von eGovernment durch die Kunden, sprich die Unternehmen und Bürger, gewertet? Wo liegen die größten Herausforderungen für die Zukunft – mehr bei IT oder bei Organisation und Akzeptanz? Wie schätzen Sie die Akzeptanz für (technische) Veränderungen ein? Zu den Antworten
Frage 5
eGovernment: neuer Fokus auf Prozessorientierung und Government-to-Government (G2G)?
Die bisherige Umsetzung des eGovernment bestand häufig darin, Informationen zur Verfügung zu stellen, ohne dass sich Abläufe in den Verwaltungsprozessen verändert haben. Außerdem lag der Fokus von eGovernment hauptsächlich auf Government-to-Citizen (G2C) oder Government-to-Business (G2B). Wird es diesbezüglich eine Umorientierung geben? Was erwarten Sie für die Zukunft? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Welche Megatrends zeichnen sich ab? Wo liegen Chancen und Grenzen der multilateralen Zusammenarbeit, z.B. im Hinblick auf die EU? Zu den Antworten
Frage 6
Welche Rolle spielt eGovernment bei der Zukunftssicherung des Standorts Deutschland?
Spielt eGovernment bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland eine gewichtige Rolle? Welche Erwartungen haben Sie an eGovernment in den nächsten Jahren? Wie sieht Ihre Vision für ein „Bund-Online2015“ aus? Was bedeutet dies aus Ihrer Sicht für Verwaltung, Unternehmen und Bürger? Zu den Antworten |