Was seiner Erfahrung nach kaum funktioniert, ist die Realisierung von Volumeneffekten. Dagegen sei ein Benchmarking schon eher möglich, also in Erfahrung zu bringen, wie viel die Kooperationspartner etwa für Telekom-Dienstleistungen bezahlen. Ein erfolgreicher gemeinsamer Einkauf von Produktionsmaterial ist Maiss nicht bekannt, wie er sagte. „Hier lässt sich kein Einkauf gern in die Karten schauen. Das gilt insbesondere für zeichnungsgebundene Teile, bei denen das Risiko einer Weitergabe von Betriebsgeheimnissen groß ist. Zudem müsste auch die Entwicklung ins Boot geholt werden.“
Einkaufskooperationen bei indirektem Material sind nach Einschätzung des Beraters erfolgversprechender, schon weil in diesem Bereich selten die kritische Masse von 15% Marktanteil erreicht werde, bei deren Überschreiten die Kartellbehörden tätig werden. Insgesamt aber, lautet Maiss‘ Fazit aus seiner Tätigkeit als Einkäufer und Berater, sind Kooperationen im Einkauf immer von Schwierigkeiten begleitet: „Die Ergebnisse sind bescheiden.“
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