Auf den Supply Chain Days am 24. und 25. Juni 2009 in Heidelberg wurden erfolgreiche Beispiele aus der Unternehmenspraxis vorgestellt und innovative Ansätze im Supply Chain Management diskutiert. David Simchi-Levi, Professor für Supply Chain Management am renommierten MIT, zeigte auf, dass eine kombinierte Verbesserung der Prozesse und der Informationstechnologie für Supply Chains erfolgskritisch ist.
Laut Simchi-Levi sind solche Supply Chains um 75 Prozent profitabler als durchschnittliche Wertschöpfungsketten. Auch eine moderate Flexibilisierung der Supply Chain habe signifikante Verbesserungen sowohl in Kosten, Lieferfähigkeit als auch Produktionsauslastung zur Folge.
Die branchenübergreifende Premiumkonferenz Supply Chain Days fand 2009 bereits zum dritten Mal unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. h. c. Lothar Späth im Tagungszentrum der Villa Bosch in Heidelberg statt. In diesem Jahr ganz im Zeichen der aktuellen Wirtschaftskrise und des langfristigen Klimawandels: Die Teilnehmer haben anhand von Praxisbeispielen erfahren, wie sie ihre Wertschöpfungskette auf die aktuellen Herausforderungen ausrichten können: Wie Unternehmen Verschwendung durch LEAN SCM vermeiden, wie sie Supply Chains richtig controllen, Working Capital reduzieren und Risiken managen, wie sie Supply Chains optimal integrieren und langfristig ökonomisch sowie ökologisch nachhaltig wachsen.
Hans Sondermann, Geschäftsführer der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG zeigte auf, wie in einem globalen Netzwerk Kosten und Leistungen optimiert wird. Außerdem ging er auf die Synchronisation von Warenströmen und Dienstleistungen ein. Weitere Beispiele aus der Praxis kamen unter anderem von Erhard Krauß, Vorstand Technik der Metabo AG, Christine Maier, Global Head of LS SCM, OSRAM GmbH sowie Sigmund Reischl, Leiter Supply Chain Controlling, Nestlé AG.
Prof. Christoph Wamser stellte die Ergebnisse einer Studie von J&M und der DGMF zu Green Supply Chain Management (Green SCM) vor. Das Fazit: Die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Ausrichtung der Wertschöpfungskette ist wichtig und nicht nur eine vergängliche Mode. Green SCM hat sich laut Wamser als dauerhaftes Managementkonzept etabliert. Das bewies auch der Vortrag von Carmel McQuaid, Climate Change Manager bei Marks & Spencer. Sie stellte dar, wie der britische Einzelhändler durch Green SCM sowohl Kosten senken, die Umwelt schonen als auch sein Image verbessern konnte.