Chancen in Mittel- und Osteuropa
Das Sourcing deutscher und westeuropäischer Firmen in Mittel- und Osteuropa fällt im Vergleich zu den Sourcing Aktivitäten in Asien immer noch verhältnismäßig gering aus. Das Hauptargument niedriger Arbeitskosten und „dass das Risiko dabei zu sein, größer sei, als in China nicht dabei zu sein“, erscheinen dabei zunächst intuitiv nachvollziehbar, verlieren aber schnell von ihrer Plausibilität, wenn man die Märkte Mittel- und Osteuropa einer genaueren Betrachtung unterzieht. Räumliche und kulturelle Nähe, eine vergleichsweise geringe „Kultur“ des Kopierens, rechtliche Absicherung durch EU-Mitglied- oder Anwartschaft, eine größere Verfügbarkeit ausgebildeter Ingenieure und Senior Manager gewährleisten eine höhere Flexibilität, bessere Einflussmöglichkeiten und geringeres Risiko. Darüber hinaus zeigen sich die Märkte Mittel- und Osteuropas in einigen Industrien auch in den Stückkosten als durchaus konkurrenzfähig, wenn man eine Gesamtkostenanalyse betreibt. Aufgrund einer größeren Produktivität, geringeren Logistik Kosten, Cargo Value Costs, Zöllen und Einsatz von Expatriats kann in bestimmten Industrien ein Stückkostenvorteil von bis zu 10% gegenüber China erreicht werden. (siehe Studie „The Central and Eastern European Opportunity“ von BCG)
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