Die elektronische Übermittlung von Rechnungen ist jetzt auch ohne elektronische Signatur möglich. Raimund Schlotmann von Itella antwortet im CIO.de-Interview.
Macht ein neues Gesetz die De-Mail und den E-Postbrief in weiten Teilen überflüssig? Rechnungen sollten ab 1. Juli unter bestimmten Voraussetzungen auch unsigniert verschickt werden können. CIO.de berichtete in dem Artikel Konkurrenz für De-Mail und E-Post.
Allerdings wurde das Steuervereinfachungsgesetz 2011 im Bundesrat abgelehnt. Obwohl die Gründe dafür nicht die Regelungen zu elektronischen Rechnungen betrafen, gilt auch für diese weiterhin die bisherige Rechtslage.
Wann eine erneute Abstimmung erfolgt, ist derzeit ebenso unklar wie die Frage, ob die Regelungen dann noch rückwirkend zum 1. Juli 2011 in Kraft treten. Bis zur endgültigen Verabschiedung ist der Versand von unsignierten Rechnungen per E-Mail also noch mit einem hohen Risiko verbunden.
Ein Interview mit Raimund Schlotmann, Director Business Unit Purchase to Pay and Global Solution Marketing bei Itella Information, einem Spezialisten für Lösungen zur Optimierung und Automatisierung von Rechnungsprozessen. Was Firmen jetzt beachten sollten.
CIO.de: Was bedeutet die Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung für Unternehmen?
Raimund Schlotmann: Die Vereinfachung des Rechnungsprozesses ist wesentlich verbunden mit der elektronischen Übertragung von Rechnungen, denn Papier stellt einen Prozessbruch zwischen Unternehmen dar. Die Tatsache, dass nun die qualifizierte elektronische Signatur (QES) nicht mehr unbedingt notwendig ist, beseitigt eine große Hürde hinsichtlich der Einführung der elektronischen Rechnung.
Durch das kompliziert aufgesetzte Signaturgesetz waren Unternehmen verunsichert und zögerten mit der Einführung. Die Signatur ist aber immer noch eine sehr gute Möglichkeit, die Forderung nach Authentizität und Integrität zu erfüllen. Signaturlösungen stehen einfach und schnell über Service Provider wie unser Unternehmen bereit [...]
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