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EADS liefert Selbstschutz-Elektronik für Eurofighter

EADS Deutschland GmbH
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Beschreibung
  • 260-Millionen-Euro-Auftrag für EuroDASS
  • Neueste Technologie schützt Kampfflugzeuge im Einsatz

Ulm, 11. August 2005 ‒ EADS Defence Electronics liefert elektronische Kernkomponenten für das Selbstschutzsystem des Eurofighter EuroDASS, das die Überlebensfähigkeit des Kampfflugzeugs in militärischen Einsätzen erhöht. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat EADS Defence Electronics einen Auftrag im Wert von 260 Millionen Euro für die Lieferung hochspezialisierter Komponenten für die 236 Flugzeuge der zweiten Tranche des Vier-Nationen-Projekts erhalten.

"Gegen die vielfältigen Bedrohungen in den heutigen Einsatzszenarien bietet ein effizientes Selbstschutzsystem wie EuroDASS ein Höchstmaß an Schutz für das einzelne Flugzeug und die Besatzung," erklärte Bernhard Gerwert, Leiter der Business Unit EADS Defence Electronics. "Zusammen mit dem schon im Dezember 2004 eingegangenen Auftrag für das CAPTOR-Radar der Tranche 2 sichert das Eurofighter-Programm an den Standorten von EADS Defence Electronics hochqualifizierte Arbeitsplätze bis ins Jahr 2012 hinein".

Im Konsortium EuroDASS (DASS = Defensive Aids Subsystem) arbeitet EADS Defence Electronics zusammen mit den Electronic Warfare-Spezialisten der Eurofighter-Nationen, den Firmen Selex (vormals BAE Systems) in Großbritannien, Elettronica in Italien und Indra in Spanien.

EuroDASS besteht aus einem integrierten Radarwarner und Radarstörsender (ESM/ECM) und einem Warnsystem vor anfliegenden Lenkflugkörpern, die von einem zentralen Selbstschutzcomputer (Defensive Aids Computer ‑ DAC) gesteuert werden und mit einem Täuschkörper-Subsystem (Chaff/Flare) zusammenwirken. Das Selbstschutzsystem des Eurofighter arbeitet mit den neuesten Hochfrequenz- und Digitaltechnologien, die in Echtzeit eine präzise Detektion von Bedrohungen und das Einleiten von Gegenmaßnahmen ermöglichen. Dabei warnt EuroDASS den Piloten vor Boden-Luftraketen-Radarstellungen, gegnerischen Flugzeugen, Flugkörpern im Anflug auf das eigene Flugzeug sowie Luftraumüberwachungsradaren. Mögliche Gegenmaßnahmen sind das Stören oder Täuschen von Radaren und radargesteuerten Flugkörpern sowie die Auslösung von Täuschkörpern und das Einleiten von Ausweichmanövern.

Defence Electronics (DE) ist das Electronic Warfare House der EADS mit reichhaltiger Erfahrung auf dem Gebiet der Elektronischen Kampfführung und vor allem des elektronischen Selbstschutzes von Flugzeugen, Schiffen und Fahrzeugen. So ist DE unter anderem verantwortlich für das Selbstschutzsystem des A400M-Transportflugzeugs sowie der Helikopter NH90 und Tiger. EADS Defence Electronics beschäftigt cirka 3.500 Mitarbeiter in vier Ländern. Hauptstandorte in Deutschland sind Ulm, Friedrichshafen und München-Unterschleißheim.

Defence Electronics (DE) ist ein integrierter Geschäftsbereich der Defence & Security Systems Division (DS) der EADS. Mit einem Umsatz von rund € 5,4 Milliarden im Jahr 2004 und etwa 23.000 Mitarbeitern in zehn Ländern bündelt DS die wesentlichen Verteidigungs- und Sicherheitsaktivitäten der EADS. Die Division bietet integrierte Systemlösungen für die neuen Herausforderungen der Streitkräfte und Sicherheitskräfte an. Sie ist in den Bereichen Militärflugzeuge, Lenkflugkörper, Aufklärung und Überwachung (ISR) mit bemannten und unbemannten Flugzeugen (UAVs), Gefechtsführungssystemen, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik, sowie den dazugehörigen Dienstleistungen tätig.

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 31,8 Milliarden im Jahr 2004 und rund 110.000 Mitarbeitern.


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