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Klimaschutz gewinnt an Bedeutung

Klimaschutz gewinnt an Bedeutung
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Einige global agierende Unternehmen erwarten schon heute, dass ihre Zulieferer Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen implementieren, und sehen darin ein wichtiges Auswahlkriterium für die Zusammenarbeit.

Für den zweiten Jahresbericht des Supply-Chain-Programms der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) hat die Managementberatung A.T. Kearney die klimarelevanten Daten von 710 Lieferanten erhoben und ausgewertet. Die 44 Mitgliedsunternehmen des Programms, darunter globale Konzerne wie Dell, Juniper Networks oder PepsiCo, gelten als Vorreiter für das CO2-Management. Sie erwarten von ihren Lieferanten ebenfalls Nachweise für wirksame Klima-Management-Strategien.

Obwohl der Bericht im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen eine wesentliche Verbesserung bei den Best Practices aufzeige, gebe es noch großen Handlungsbedarf bei den Lieferanten, heißt es in der Studie.

Die Mehrheit der CDP-Supply-Chain-Mitglieder (56 %) habe die Absicht geäußert, Anbietern, die ihren Klimazielen nicht gerecht werden, im Zweifelsfall keinen Zuschlag mehr zu geben. Einige Mitglieder gaben sogar an, Verträge entwickeln zu wollen, die eine Verbesserung der CO2-Bilanz zur Bedingung machen. „Die Reduktion der Treibhausgasemissionen wird in unseren Augen als Kriterium für das Lieferkettenmanagement immer wichtiger. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die sich der Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Geschäft bewusst sind und Klimaschutzstrategien entwickelt haben, ist für uns geschäftlich sinnvoll“, erläutert Brad Minnis, Director of Environmental, Health, Safety and Security bei Juniper Networks.

Der Bericht verdeutlicht zudem, dass die Mitglieder des Programms in den kommenden fünf Jahren dem Klimaschutz drei Mal mehr Bedeutung zumessen als traditionellen Aspekten der Beschaffung. „Manche Unternehmen fordern schon jetzt von ihren Lieferanten, die Reduzierung der Treibhausgase als geschäftliches Kernthema zu behandeln. In den Augen der Entscheider entwickelt sich dieses Kriterium zunehmend in ein Muss“, kommentiert Paul Dickinson, CEO von CDP.

Die Studie hat jedoch auch ergeben, dass – obwohl ein bedeutender Teil der CO2-Emissionen normalerweise innerhalb der Lieferkette entsteht – die Messung der Emissionen in ihrer Lieferkette für die Mitgliedsunternehmen immer noch schwierig ist.

Im Jahr 2009 nahmen 48 % der 710 Lieferanten, die ihren Status Quo im Rahmen des Programms offengelegt haben, zum ersten Mal an der Studie teil. 56 % der Unternehmen haben einen Plan zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Kraft gesetzt, aber nur 38 % haben eindeutige Zielsetzungen festgelegt.

>>Dieser Fachartikel ist erstmals in der Fachzeitschrift "Industrieanzeiger|Ausgabe: 2010/020" erschienen.<<

Mit freundlicher Genehmigung des Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH

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