Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Branchen:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
 

„Smart Energy 2020“ – Dem intelligenten Netz fehlt der Rahmen

MANAGEMENT ENGINEERS GmbH + Co. KG
Kompetenzindex:
100%
Keine eindeutige Person vorhanden
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Herausgebende Organisation
Beschreibung

Ergebnisse einer Umfrage von Management Engineers unter Top-Managern der Energiewirtschaft

Nach den Ereignissen von Fukushima sieht sich die deutsche Energiepolitik mehr denn je unter Erwartungsdruck. Dass die vor Jahresfrist ehrgeizig formulierten Ziele zum Ausbau dezentraler und erneuerbarer Energien bis 2020 pünktlich realisiert werden, ist aber längst noch nicht sicher. Gelingen wird dies nur, wenn Politik und Regulierungsbehörden für spürbar mehr Investitionssicherheit sorgen – und zwar insbesondere für den Ausbau intelligenter Strom-Verteilnetze. Zu dieser Einschätzung kommt die Unternehmensberatung Management Engineers [ME] auf Grundlage einer Umfrage unter 150 Top-Managern der deutschen Energiewirtschaft zu den Chancen und Herausforderungen von Smart Energy.


Erhebliche Investitionen geplant, aber noch nicht umgesetzt

Demnach sehen 95 % der Teilnehmer die unklaren politischen wie regulatorischen Rahmenbedingungen als erhebliches Hindernis für ein nachhaltiges Engagement in Smart Energy. Zwar planen derzeit noch gut zwei Drittel der befragten Unternehmen signifikante Investitionen, um die Vision einer dezentralen, effizienten und intelligenten Energieversorgung in Deutschland bis zum Ende der Dekade Realität werden zu lassen. Doch wirklich umgesetzt werden diese Vorhaben nur, wenn sie sich – unter verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen – auch rechnen. Weil hierfür die Parameter fehlen, verzögert sich der Start.

 

Entscheidend ist das intelligente Netz

Mehr noch: Die Energiewirtschaft setzt schon heute Prioritäten. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen will aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf einen flächendeckenden Rollout von Smart Metern verzichten. Bislang mangelt es demnach sowohl an der regulatorischen Anerkennung dieser Investitionen als auch an tragfähigen Geschäftsmodellen. Im Jahr 2020, so die deutliche Mehrheitsmeinung, wird in Deutschland nicht einmal jeder zweite Haushalt einen solchen „schlauen Zähler“ mit Anbindung ans Kommunikationsnetz im Keller installiert haben. Dies bedeutet jedoch nicht das Ende für Smart Energy insgesamt“, betont Andreas Olbrich, Partner und Energiemarktexperte bei ME: „Entscheidend ist vielmehr der Ausbau intelligenter Stromverteilnetze, die ein wechselseitiges Kommunizieren und Agieren zwischen den verschiedenen Netz-Elementen und den dezentralen Erzeugungseinheiten ermöglichen. Wichtig ist dies vor allem für die Einbindung von Wind- und Photovoltaik-Anlagen, die in ihrer Stromproduktion hochvolatil sind.“

 

Home-Automation und Smart Demand mit neuen Technologien und Anbietern

Ungeachtet der Skepsis bezüglich Smart Meter lohnt es sich aber auch weiterhin, auf Home-Automation und Smart Demand zu setzen, so sehen es 70 % der Befragten. Sie erwarten diese Felder bis zum Ende der Dekade als technisch erprobt und wirtschaftlich tragfähig. Entscheidender technologischer Treiber wird demnach das Internet sein. Und diese Märkte werden maßgeblich durch neue Anbieter erschlossen, die auf eine Integration von Kommunikations- und Energieangebot bauen – so die mehrheitliche Einschätzung. Aus Sicht von ME ist eine solche Neuordnung für die etablierten Unternehmen der Energiewirtschaft gleichermaßen herausfordernd wie chancenreich. Unabhängig davon, ob dieser Zukunftsmarkt aus eigener Kraft oder mit neuen Kooperationspartnern angegangen wird, ist eines unabdingbar, nämlich die gründliche und fortlaufende Analyse der Kundenbedürfnisse, die sich vor allem in Richtung Umweltbewusstsein, Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit in der Energieversorgung weiter entwickeln werden.

 

Gefragt sind Transparenz und Verlässlichkeit

Neben dem Blick für die Märkte muss das Augenmerk aber auch weiterhin vor allem den politischen und regulatorischen Vorgaben gelten. In diesem Zuge gilt es, einige „Wackelkontakte“ zu beseitigen, wie Andreas Olbrich die mangelnde Transparenz und Investitionssicherheit speziell auf dem Feld der intelligenten Netze umschreibt: „Es fehlt an der notwendigen Planungssicherheit, um diese Zukunftstechnologie rasch unter Hochspannung zu setzen.“ Derzeit ist Smart Energy für die Unternehmen der Energiewirtschaft alles andere als eine sichere Bank, also verwahren sie ihre Investitionspläne in den Schubladen. Damit sich dies – im Sinne eines raschen Umbaus auf erneuerbare Energien – zügig ändert, ist ein enger und verlässlicher Schulterschluss von Unternehmen, Politik und Regulierungsbehörden vonnöten.

Dialog
 
Ihr Beitrag zu „Smart Energy 2020“ – Dem intelligenten Netz fehlt der Rahmen
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Herausgebende Organisation
  • MANAGEMENT ENGINEERS GmbH + Co. KG
    MANAGEMENT ENGINEERS GmbH + Co. KG

    Management Engineers sind eine Unternehmensberatung, die ihren Klienten einen messbar überdurchschnittlichen und nachhaltigen Nutzen erbringt. Wir bewirken konkrete Verän­derungen, weil für uns das Machbare Vorrang vor Visionen hat. Unsere Beratung gründet auf einer ganz­heitlichen Perspektive. Wir setzen auf produktorientierte Wachstumsstrategien und zielen auf...