UN-Klimagipfel in Kopenhagen: Beginn der Rettung der Welt?
Am Montag den 07.12.2009 hat in Kopenhagen der wichtigste Klimagipfel aller Zeiten begonnen. Es geht um nichts geringeres, „als um die Rettung der Welt“ wie es der anerkannte Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber (Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung) auf den Punkt bringt. Wichtig ist, dass konkrete Ziele vereinbart werden, die die Erderwärmung nicht über 2 Grad steigen lassen. Eine darüber hinaus gehende Erwärmung würde eine Kettenreaktion auslösen, bei der keine Gegenmaßnahmen mehr greifen würden.
Joachim Schellnhuber vergleicht die Erwärmung der Erde mit der Fieberkurve eines Menschen: “Man stelle sich vor, die Temperatur im menschlichen Körper steigt von 37 auf 39 Grad Celsius. Das ist Fieber, aber behandelbar. Steigt die Temperatur um 3 Grad oder noch mehr, ist es tödlich. Unsere Erde hat hohes Fieber und wir müssen verhindern, dass es tödlich wird.“ Unter diesen bedrohlichen Vorgaben scheint der Ernst der Situation bei diesem Klimagipfel mittlerweile auch von den ehemals großen „Verweigerern“ erkannt zu sein.
So kann der Gipfel mit 15.000 Teilnehmern aus 192 Staaten aufwarten. Außerdem ist in den meisten Ländern der Klimawandel zur „Chefsache“ erklärt worden, erkennbar durch die Ankündigung von 100 Staats- und Regierungschefs, an den letzten Konferenztagen persönlich zu erscheinen.
Zusätzlicher Optimismus ist aufgekommen, nachdem der amerikanische Präsident Obama angekündigt hat, selbst in Kopenhagen anzureisen. Versierte politische Beobachter unterstellen, dass durchaus konkrete Vereinbarungen möglich sind. Hoffnung machen dabei die Ankündigungen von China und Indien, erstmals konkrete Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgase festzulegen, und die wichtigen Vorgespräche zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy.
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