„Für die nächsten zehn Jahre verfügt die Windkraftlogistik über ein gewaltiges Wirtschaftspotential“, erläutert Frank Reichert, verantwortlich für die Energiebranche bei Barkawi. Gründe dafür sieht der Experte in erster Linie in der Energiewende in Deutschland und in der Bedeutungszunahme der Windkraft auch in anderen europäischen Ländern. Die Beratungsgesellschaft, die sich unter anderem auf die Bereiche Logistik und Energiemärkte spezialisiert hat, sieht auch über das Jahr 2020 hinaus weitere Wachstumspotentiale für die Onshore-Windkraft-Logistik in Europa.
Die Studie gliedert das Marktvolumen nach Ländern bzw. Regionen auf. Unterschieden wird zudem nach Aufstell- und After Sales-Logistik. Im Bereich der After Sales-Logistik nimmt Deutschland hinter Spanien und Portugal (zusammen 331 Mio. Euro) Platz zwei ein mit 314 Mio. Euro. Bei der Aufstell-Logistik liegt Deutschland wie im Gesamtvergleich hinter den Regionen Spanien und Portugal sowie dem Vereinigten Königreich und Irland. Im Bereich After Sales-Logistik wird die jährliche Wachstumsrate bis 2020 in Europa durchschnittlich bei 10 Prozent liegen. Zur After-Sales-Logistik zählen Bereiche wie strategische und logistische Planung, Infrastrukturmanagement, Betrieb, Wartung und Kalibrierung sowie Retourenmanagement und Entsorgung.
Gefragt werden von den Windkraftanlagenherstellern die klassischen Services wie bspw. Transportmanagement, Landtransporte und die IT-seitige Abbildung und Steuerung des Prozesses. Zunehmend wertstiftend für die Hersteller werden aber auch Dienstleistungen, die über den klassischen Transport hinausgehen, wie bspw. die Bereitstellung eines umfassenden Ersatzteilmanagements einschließlich der Ersatzteilbevorratung, Bereitstellung von Kränen oder die Bereitstellung und Wartung von Werkzeugen.
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