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Autor
Jürgen Fuchsloch
Beschreibung
Grau eingegossen, grün angetrieben - Energieeffiziente Motoren für ein weites Anwendungsspektrum
Schon vor einigen Jahren hat Siemens mit einer besonders energieeffizienten Elektromotorenreihe im Aluminiumgehäuse die Green Automation eingeläutet. Diese Motorenreihe wird nun mit neuen Varianten im Graugussgehäuse auf eine erheblich breitere Basis gestellt.
Die Elektromotorenbranche befindet sich in Bewegung. Grund dafür sind die verschärften Rahmenbedingungen der aktuellen Gesetzgebung, die einer zukunftsorientierten Ökologie zu einem hohen Stellenwert verhilft. Konkret bedeutet das: Nach der EU-Verordnung Nr. 640/2009 dürfen Motorenhersteller seit dem 16.6.2011 im europäischen Wirtschaftsraum nur noch Asynchronmotoren in Verkehr bringen, die mindestens der Effizienzklasse IE2 entsprechen. Das gilt für 2-, 4- und 6-polige 50-Hz-Motoren im Leistungsbereich zwischen 0,75 kW und 375 kW. In Ländern wie Brasilien oder den USA gelten solch strenge Rahmenbedingungen schon seit längerem, und weitere Länder – wie zum Beispiel China – werden in kurzer Zeit entsprechende Regelungen umsetzen. Diese neuen Gesetze machen auch Sinn: Laut der IE-Klassifizierung springt bei einem 0,75-kW-Motor der Wirkungsgrad von circa 72 Prozent bei IE1 auf rund 82 Prozent bei IE3. Diese Differenz wird zwar bei steigender Leistung geringer, hat aber dennoch das Potenzial zur spürbaren Energieeinsparung und zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. All das führt dazu, dass viele Industrieunternehmen die vom VDMA ins Leben gerufene Initiative „Green Automation“ mit Leben erfüllen. Großen Anteil daran haben Systemhersteller. Siemens zum Beispiel hat zur Hannover Messe 2011 eine neue, besonders energieeffiziente Motorenreihe komplettiert, nämlich die Reihe 1LE1. Vor allem für sehr anspruchsvolle Anwendungen in der Fertigungs- und Prozessindustrie gibt es die Motoren nun mit einem robusten Gehäuse aus Grauguss. Während die 1LE10-Motoren für General-Purpose-Anwendungen ein Aluminiumgehäuse besitzen und in Achshöhen von 80 bis 160 und mit Leistungen bis zu 22 kW erhältlich sind, ist der Anwendungsbereich für die neuen Motorvarianten deutlich weiter gefasst. Die Severe-Duty-Motoren in Grauguss im Achshöhenbereich von 100 bis 315 gibt es mit bis zu 200 kW Bemessungsleistung. Grundsätzlich wird hierbei zwischen der Basic Line (1LE15) für den allgemeinen Maschinenbau und der Performance Line (1LE16) als besonders robuste Ausführung für die Prozessindustrie unterschieden. Etwa 90 Prozent der Lebenszykluskosten für einen Elektromotor entfallen auf den Betrieb. Zieht man nun in Betracht, dass der Wirkungsgrad von IE3 im Vergleich zu IE1 um bis zu 10 Prozent höher ist, amortisiert sich die Investition in energiesparende Motoren in entsprechend kurzer Zeit. Wie schnell dies tatsächlich der Fall ist, zeigt Siemens mit seinem Energiesparrechner unter www.siemens.de/energiesparrechner. Außerdem bietet der Hersteller unter www.siemens.de/sinasave ein Berechnungs-Tool an, mit dessen Hilfe sich die Sparpotenziale konkreter Anwendungen – wie zum Beispiel Pumpen, Lüfter und Kompressoren – exakt ermitteln lassen.
Energiesparen in Zahlen ausgedrückt
Mit den neuen Grauguss-Modellen der 1LE1-Motoren in Effizienzklasse IE2 und IE3 deckt Siemens nun die ganze Breite industrieller Anwendungen zwischen 0,75 kW und 200 kW ab. Bei der Entwicklung der Grauguss-Motorvarianten für den Severe-Duty-Einsatz wurde großer Wert auf eine unveränderte beziehungsweise vollkompatible Baugröße gelegt. Dadurch, dass sie nicht länger sind als die der Vorgängerbaureihe 1LG6 mit Effizienzklasse IE2, können sie auch für den direkten Austausch genutzt werden. So müssen bestehende Konstruktionen nicht modifiziert werden. Das spart Maschinen- und Anlagenherstellern viel Zeit und unnötige Fehlerrisiken. Die Asynchronmotoren 1LE1 gibt es in 2-, 4-, 6- und 8-poliger Ausführung. Die Basic Line – vergleichbar mit der bisherigen Reihe 1LG6 – hat bis Achshöhe 280 die Lagergröße 62, darüber die Lagergröße 63. Bei der Performance Line ist dagegen die Lagergröße generell 63. Hier ist auch die Möglichkeit der Nachschmierung standardmäßig gegeben – klare Indizien dafür, dass die mechanisch sehr hochwertige Ausführung der Performance Line für die Prozessindustrie optimiert worden ist.
Der vollständige Artikel ist über den Link zum Beitrag auf einer externen Website abrufbar!
Schon vor einigen Jahren hat Siemens mit einer besonders energieeffizienten Elektromotorenreihe im Aluminiumgehäuse die Green Automation eingeläutet. Diese Motorenreihe wird nun mit neuen Varianten im Graugussgehäuse auf eine erheblich breitere Basis gestellt.
Die Elektromotorenbranche befindet sich in Bewegung. Grund dafür sind die verschärften Rahmenbedingungen der aktuellen Gesetzgebung, die einer zukunftsorientierten Ökologie zu einem hohen Stellenwert verhilft. Konkret bedeutet das: Nach der EU-Verordnung Nr. 640/2009 dürfen Motorenhersteller seit dem 16.6.2011 im europäischen Wirtschaftsraum nur noch Asynchronmotoren in Verkehr bringen, die mindestens der Effizienzklasse IE2 entsprechen. Das gilt für 2-, 4- und 6-polige 50-Hz-Motoren im Leistungsbereich zwischen 0,75 kW und 375 kW. In Ländern wie Brasilien oder den USA gelten solch strenge Rahmenbedingungen schon seit längerem, und weitere Länder – wie zum Beispiel China – werden in kurzer Zeit entsprechende Regelungen umsetzen. Diese neuen Gesetze machen auch Sinn: Laut der IE-Klassifizierung springt bei einem 0,75-kW-Motor der Wirkungsgrad von circa 72 Prozent bei IE1 auf rund 82 Prozent bei IE3. Diese Differenz wird zwar bei steigender Leistung geringer, hat aber dennoch das Potenzial zur spürbaren Energieeinsparung und zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. All das führt dazu, dass viele Industrieunternehmen die vom VDMA ins Leben gerufene Initiative „Green Automation“ mit Leben erfüllen. Großen Anteil daran haben Systemhersteller. Siemens zum Beispiel hat zur Hannover Messe 2011 eine neue, besonders energieeffiziente Motorenreihe komplettiert, nämlich die Reihe 1LE1. Vor allem für sehr anspruchsvolle Anwendungen in der Fertigungs- und Prozessindustrie gibt es die Motoren nun mit einem robusten Gehäuse aus Grauguss. Während die 1LE10-Motoren für General-Purpose-Anwendungen ein Aluminiumgehäuse besitzen und in Achshöhen von 80 bis 160 und mit Leistungen bis zu 22 kW erhältlich sind, ist der Anwendungsbereich für die neuen Motorvarianten deutlich weiter gefasst. Die Severe-Duty-Motoren in Grauguss im Achshöhenbereich von 100 bis 315 gibt es mit bis zu 200 kW Bemessungsleistung. Grundsätzlich wird hierbei zwischen der Basic Line (1LE15) für den allgemeinen Maschinenbau und der Performance Line (1LE16) als besonders robuste Ausführung für die Prozessindustrie unterschieden. Etwa 90 Prozent der Lebenszykluskosten für einen Elektromotor entfallen auf den Betrieb. Zieht man nun in Betracht, dass der Wirkungsgrad von IE3 im Vergleich zu IE1 um bis zu 10 Prozent höher ist, amortisiert sich die Investition in energiesparende Motoren in entsprechend kurzer Zeit. Wie schnell dies tatsächlich der Fall ist, zeigt Siemens mit seinem Energiesparrechner unter www.siemens.de/energiesparrechner. Außerdem bietet der Hersteller unter www.siemens.de/sinasave ein Berechnungs-Tool an, mit dessen Hilfe sich die Sparpotenziale konkreter Anwendungen – wie zum Beispiel Pumpen, Lüfter und Kompressoren – exakt ermitteln lassen.
Energiesparen in Zahlen ausgedrückt
Mit den neuen Grauguss-Modellen der 1LE1-Motoren in Effizienzklasse IE2 und IE3 deckt Siemens nun die ganze Breite industrieller Anwendungen zwischen 0,75 kW und 200 kW ab. Bei der Entwicklung der Grauguss-Motorvarianten für den Severe-Duty-Einsatz wurde großer Wert auf eine unveränderte beziehungsweise vollkompatible Baugröße gelegt. Dadurch, dass sie nicht länger sind als die der Vorgängerbaureihe 1LG6 mit Effizienzklasse IE2, können sie auch für den direkten Austausch genutzt werden. So müssen bestehende Konstruktionen nicht modifiziert werden. Das spart Maschinen- und Anlagenherstellern viel Zeit und unnötige Fehlerrisiken. Die Asynchronmotoren 1LE1 gibt es in 2-, 4-, 6- und 8-poliger Ausführung. Die Basic Line – vergleichbar mit der bisherigen Reihe 1LG6 – hat bis Achshöhe 280 die Lagergröße 62, darüber die Lagergröße 63. Bei der Performance Line ist dagegen die Lagergröße generell 63. Hier ist auch die Möglichkeit der Nachschmierung standardmäßig gegeben – klare Indizien dafür, dass die mechanisch sehr hochwertige Ausführung der Performance Line für die Prozessindustrie optimiert worden ist.
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Dipl.-Ing.(univ) Engelbert LangSiemens AG, Industry Sector, Industrial Automation Division | Leiter Professional Services Energy Management

