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Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements?

Stefan Hanusch
Frage von Stefan Hanusch, NetSkill AG an das Netzwerk Energiemanagement | 16.9.2011, 13:05:49 Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements?
Nicht nur die Umstellung auf alternative, regenerative Energiequellen stellt einen großen Potenzialfaktor bei der Nachhaltigkeit der Energieerzeugung dar. Ebenso kann durch ein effizientes Energiemanagement das Aufwand-Nutzen-Verhältnis optimiert werden.
Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements? Welche Möglichkeiten der Umsetzung haben industrielle Unternehmen?

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  • Stephan Theis
    Antwort von Stephan Theis, econ solutions GmbH zu Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements? von Stefan Hanusch | 29.1.2012, 17:16:57 RE: ( 2 ) Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements?

    Bevor sich industrielle Unternehmen um konkrete Maßnahmen kümmern, sollten sie sich zunächst über den eigenen Energieeinsatz bewusst werden. Transparenz über den Energieeinsatz liefert die Grundlage für adäquate und zielorientierte Maßnahmenermittlung. Die Transparenz wird dabei durch Energie Controlling bzw. Energie... mehr

    Bevor sich industrielle Unternehmen um konkrete Maßnahmen kümmern, sollten sie sich zunächst über den eigenen Energieeinsatz bewusst werden. Transparenz über den Energieeinsatz liefert die Grundlage für adäquate und zielorientierte Maßnahmenermittlung. Die Transparenz wird dabei durch Energie Controlling bzw. Energie Monitoring Systeme sichergestellt, wie z.B. das econ System. Durch den modularen Aufbau ist eine bedarfsbezogene Erweiterung des Systems stets möglich. Bestehende Mess- und Kommunikations-Infrastrukturen werden dabei integriert, um den Investitions- und Ressourceneinsatz ebenfalls effizient zu gestalten. Die Basis für effektives Energiemanagement liefert ein solches Messsystem.
    Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 (Nachfolge-Norm der DIN EN 16001) kann die Bestätigung des eigenen Anspruchs in Bezug auf die kontinuierliche Verbesserung des Energieeinsatzes sein.
    Aufgrund der für viele Unternehmen neuen Zieldimension "Energie" ist ein anwendungsorientierter Ansatz zu Energieeffizienz zielführend. Gemeinsam mit führenden Beratungsunternehmen haben wir deshalb ein Modulkonzept entwickelt. Von der Bestimmung des Status Quo "Energieeffizienz" über die organisatorische Verankerung von Energieeffizienz im Unternehmen bis hin zur Zertifizierungsvorbereitung kann so der individuelle Einstieg in dieses Themenfeld erfolgen - stets vor dem Hintergrund eines effizienten Ressourceneinsatzes.
  • Engelbert Lang
    Antwort von Dipl.-Ing.(univ) Engelbert Lang, Siemens AG, Industry Sector, Industrial Automation Division zu Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements? von Stefan Hanusch | 16.9.2011, 13:06:32 RE:Welches Potenzial sehen Sie in der bestmöglichen Ausschöpfung des Energiemanagements?

    Die Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz hängen sicherlich vom jeweiligen Anwendungsfall, der Branche, der Region usw. ab. Generell lassen sich aber bereits heute erhebliche Einsparpotentiale erkennen, die Deutsche Energieagentur (Dena) ermittelte folgende Potentiale: - Beleuchtung: bis 70% Einsparung -... mehr

    Die Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz hängen sicherlich vom jeweiligen Anwendungsfall, der Branche, der Region usw. ab. Generell lassen sich aber bereits heute erhebliche Einsparpotentiale erkennen, die Deutsche Energieagentur (Dena) ermittelte folgende Potentiale:

    - Beleuchtung: bis 70% Einsparung

    - Druckluft: bis 50% Einsparung

    - Pumpensysteme: bis 30% Einsparung

    - Kälte- und Kühlwasseranlagen: bis 30% Einsparung

    - Wärmeversorgung: bis 30% Einsparung

    - Lüftungsanlagen: bis 30% Einsparung

    Wenn man sich zusätzlich vergegenwärtigt, dass ca. 70% der industriellen Energie bei den elektrischen Antrieben benötigt wird und ca. 95% der Antriebe nicht in den derzeit besten EE-Klassen 3 oder 4 betrieben werden, kann man sich vorstellen, was auch hier an Optimierungspotential vorhanden ist. Der heute entscheidende notwendige erste Schritt ist, in den Anlagen die notwendige Transparenz zu schaffen bzgl. der Verbräuche und Energieflüsse. Sobald diese erste Stufe erreicht ist, lassen sich i. d. R. unter Kenntnis der technologischen Prozesse auch relativ einfach die Potentiale erkennen.

     

    Siemens bietet hierzu die geeigneten Komponenten, von der Messtechnik und Sensorik (Energiedaten sind häufig bereits in den vorhandenen Automatisierungskomponenten wie Frequenzumrichter, Motorstarter, usw. vorhanden, werden aber selten genutzt) bis hin zur Verdichtung der Daten und Visualisierung/Monitoring auf Leitebene,über die Leitsysteme Simatic WinCC und PCS7 in Verbindung mit der Option Powerrate bzw. Lastmanagement über Simatic S7 Steuerungen zur Vermeidung von Lastspitzen. Für die Managementebene steht mit B.Data (Berichterstattung, KPI-Berechnung, Energiebedarfsplanung und vielem mehr ...) ein hochflexibles Werkzeug für den Energiemanager zur Verfügung, der nachhaltiges Energiemanagement betreiben möchte.

     

    Immer mehr Kunden wollen aktives Energiemanagement betreiben und ihr Unternehmen auch gemäß EN16001 zertifizieren lassen, wozu Siemens auch Unterstützung leisten kann. Technische Energiemanagement Systemen helfen bei der „nachhaltigen“ Umsetzung. 

     

    Da Energiekosten zum entscheidenden Produktionsfaktor geworden sind, läßt sich mit Energieeffizienz steigernden Maßnahmen durchaus auch die eigene Position gegenüber Wettbewerbern verbessern, weil Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz immer auch zu einer Produktivitätssteigerung führen.

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