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Blogs als Instrument der Wissenschaftskommunikation

Blogs als Instrument der Wissenschaftskommunikation
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Beschreibung

In der Wissenschafts-Kommunikation spielen Blogs eine immer wichtiger werdende Rolle. Hintergrund ist die extrem ansteigende Dynamik technologischer Prozesse. Diese geht mit deutlich kürzer werdenden Forschungs- und Entwicklungszyklen und einer rapide sinkenden Halbwertzeit des Wissens einher. Vor allem im Marketing wirken sich diese Faktoren immer stärker aus. Die Multimedia-Welt ändert sich in einer unglaublichen Schnelligkeit. Das Verfassen von Lehrbüchern oder das Einreichen und der Review-Prozess von Competitive Papers dauern vor allem bei hoch gerankten Fachpublikationen, allen voran bei den International Journals  häufig viel zu lange, um aktuelle Forschungserkenntnisse präsentieren zu können. Hier können Jahre zwischen der ersten Forschungsidee, der konzeptionellen Umsetzung, Einreichung, Begutachtung,  Akzeptanz durch die Gutachter-Gremien und letztendlich der Drucklegung vergehen.

Aus diesem Grunde setzen sich in der Wissenschafts-Kommunikation Blogs immer stärker durch. So hat z. B. das Fraunhofer-Institut erst kürzlich einen Forschungs-Blog eingerichtet. Das Besondere an diesem Forschungs-Blog ist nicht nur, dass der bekannte Blogger Sascha Lobo hier mitwirkt, sondern es wird auch ein neuer dualer Ansatz verfolgt. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass die Fachterminologie der Wissenschaft nicht immer unbedingt der Sprache entspricht, die in den Sozialen Netzwerken wie Facebook oder google+ von interessierten Laien konsumiert wird. Aus diesem Grunde nutzt das Fraunhofer-Institut das Konzept Dual-Blogging mit einer integrierten Übersetzung der wissenschaftlichen Fachsprache in die Sprache der Blogosphäre. Ein Beispiel für das Dual-Blogging des Fraunhofer-Instituts ist hier verlinkt. Die Max Planck Institute bieten neben den schriftlichen Blogs auch Video-Blogs zum Wissenstransfer ein. Hier kann beispielhaft der YouTube Kanal der Max Planck Gesellschaft genannt werden.

Der Einsatz von Podcasts in der Wissenschafts-Kommunikation ist nicht neu. Bereits im Jahr 2005 machte Thomas Wanhoff den Anfang mit dem populären Podcast "Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft".

Ein interessanter Vortrag zum Thema Wissenschafts-Kommunikation ist von Alexander Gerber, Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungszentrums für Wissenschafts- und Innovationskommunikation (GmbH). Einen weiterführenden Ausblick liefert  seine aktuelle Trendstudie.

Zu den wichtigsten Ergebnissen dieser Studie zählen die folgenden vier Trends und Bedarfsfelder

  1. Das Netz als neues Leitmedium der Wissenschaft
  2. Durch Transparenz zu einer neuen „Kultur der Kommunikation“
  3. Selbstverständnis und Anforderungsprofil  des „Kommunikators“ wandeln sich zum Mediator
  4. Grundlegende systemische Veränderungen

Die auf den drei Säulen Branchen-Umfrage, Delphi-Studie und Meta-Studie basierende Untersuchung des Berliner Forschungszentrums betrachtet ganzheitlich erstmals  alle drei Perspektiven der Wissenschaftskommunikation sowie deren gegenseitige Einflüsse aufeinander – Journalismus, PR und innerwissenschaftliche Kommunikation. Sie hebt sich mit einem  holistisch geprägten Erklärungsansatz deutlich von bisherigen Auseinandersetzung mit der hoch komplexen Thematik Wissenschafts-Kommunikation ab.

Auch in der  Wirtschaftspresse setzen sich Digital Blogs immer stärker durch. Als Best Practice Beispiel ist in diesem Zusammenhang der Digital Blog des bekannten Wirtschaftsjournalisten, Bloggers und "Wanderers zwischen den Welten"  Gunnar Sohn zu nennen. Der Blog "NeueNachricht" des Pioniers des Digital-Blogs wird mit allen wichtigen Social Media Kanälen verknüpft. Dies ermöglicht eine sehr schnelle  Verbreitung von Meldungen. Seit 1997 existiert bei der Faz bereits ein Wirtschafts-Blog, der durch den bekannten Netzökonomen Holger Schmidt betrieben wird. Neu ist der  Digital-Blog der Süddeutschen Zeitung. Auch hier wird auf eine zeitgemäße Vermittlung von Meldungen durch Integration des Blogs mit den wichtigsten Social Media Plattformen gesetzt.

Ein interessanter Ansatz besteht auch in einem Dual-Blogging im Kontext der Gender Forschung. So lassen sich komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge beispielsweise in einem eher sachlich geprägten und von Zahlen bzw.  Algorithmen geprägten Stil mit einer Dominanz von Fakten darstellen oder aber eher in einem ganzheitlich-bildlichen Kontext, der stärker auf die forschenden Menschen abzielt. Gerade zur Förderung des Interesses von Frauen an MINT-Berufen kann es sinnvoll sein, die neueren Ansätze zur Gender Kommunikationsforschung auch in einem Blog einfliessen zu lassen.

Vor diesem Hintergrund gestaltete die Professorin Heike Simmet das Blog ihres Labors Marketing und Multimedia (MuM) an der Hochschule Bremerhaven neu. Es finden sich hier als „Whitepaper“ die Executive Summeries von Studierenden, die den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion im Bereich Marketing und Multimedia reflektieren und zugleich die Studierenden-Perspektive einbringen. Ergänzend werden ausgewählte Videos und Sreencasts mit und von Studierenden in das Blog integriert. Damit wird zugleich der Ansatz des Crowd-Sourcings verfolgt, d.h. das Innovationspotenzial der Studierenden kann für Forschung und Lehre effizienter genutzt werden. Selbstverständlich nutzt das Blog das gesamte Spektrum der  sozialen Netze. Verbindungen zu Facebook, der Video-Plattform YouTube, zu Twitter und zu Flickr sind in das Content-Management-System des Wordpress-Blogs integriert.

Ergänzt wird dieses Blog  durch das persönliche Blog der Leiterin des Labors Marketing und Multimedia (MuM), Professor Dr. Heike Simmet. Dieses persönliche Blog greift aktuelle Forschungsfragen aus dem Marketing und Multimedia-Bereich auf und stellt empirische Studienergebnisse vor. Schwerpunkte bilden empirische Forschungen auf dem Gebiet der Social Media, wie z. B. die aktuell laufende Untersuchung zum Thema „Social Media als Chance für kleine und mittelständische Unternehmen“ (https://www.surveymonkey.com/s/SocialMediaChance) und die gerade veröffentlichte Studie „Nutzung von Social Media in der Speditions- und Logistikbranche“ (http://heikesimmet.wordpress.com/2011/11/06/social-media-in-spedition-und-logistik/) oder die Forschungsprojekte zu den Themenkomplexen „Social Media als Instrument des Kundenservices“http://heikesimmet.wordpress.com/2011/12/04/social-media-im-kundenservice-ergebnisse-einer-empirischen-studie/) .“ Weitere Studien zur Nutzung von Social Media in der Versicherungsbranche und auf dem Energiesektor sind in der konzeptionellen Planung vorangeschritten.

Mit diesen Neuerungen rund um das Tool Blog will die Professorin einen Beitrag zur immer aktueller werdenden Wissenschafts-Kommunikation 2.0 beitragen.

Nähere Informationen zu den beiden Blogs unter www.labormum.wordpress.com undwww.heikeSimmet.wordpress.com.

Zum Labor Marketing und Multimedia (MuM):

Das von Prof. Dr. Heike Simmet seit 1998 geleitete Labor Marketing und Multimedia (MuM) an der Hochschule Bremerhaven fungiert als Think Tank bzw. als eine Art Denkfabrik für ausgewählte Kooperationspartner und Sponsoren aus der Wirtschaft. Die Studierenden erhalten bei der Bearbeitung von praktischen Projekten aus dem Unternehmensgeschehen multimediale Laborunterstützung. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Projekte für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Engagement für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen, wie z.B. für den Kinderschutzbund oder das Deutsche Rote Kreuz. In der Förderung des Sportmarketings besteht ein weiterer Schwerpunkt. So würden bereits verschiedene Projekte für den OSC und dem Jugend-Förder-Verein (JFV) durchgeführt. Des Weiteren werden Aufträge von bundesweit bzw. international agierenden Konzernen wie z. B. für die Volkswagen AG einbezogen. Die Projekte der Studierenden sind funktionsübergreifend ausgerichtet. So wurden z. B. sehr erfolgreich Green Marketing-Konzepte in der Logistik für die Unternehmen IFCO durchgeführt.

Nähere Informationen unter www.labormum.wordpress.com und www.heikeSimmet.wordpress.com

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