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Ein eigener Erklärungsansatz: Virtuelles zivilgesellschaftliches Engagement

Ingo Frost
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Autor Ingo Frost
Beschreibung

Nachdem Wikipedia und wichtige Arbeiten über Wikipedia in den letzten beidenKapitel vorgestellt wurden, folgen nun eigene Ansätze aus der Perspektive der Zivilgesellschaftund der Freiwilligenarbeit. Zentrales Element Wikipedias ist seineGemeinschaft aus freiwilligen Mitarbeitern. Sozialpsychologisch wurden normative,soziale und politische Motive zur Teilnahme an virtuellen Gemeinschaften nachgewiesen(vgl. Kap. 3.2.2, 3.4.3), jedoch als konstant und gegeben vorausgesetzt.

Die Gemeinschaft Wikipedias entfaltet ein hohes Maß an Selbstorganisation undmacht so die Funktionsweise der .Wiki-Software erst möglich. Daran schließt folgendeThese an und führt als roter Faden durch dieses Kapitel:

  • Die Eigenschaften der virtuellen Gemeinschaft Wikipedias weisen viele Parallelenzu soziologisch untersuchten gesellschaftlichen Strukturen aus der physischgeprägten Welt auf.
  • Aus den Ergebnissen dieser Studien können Rückschlüsse auf Wikipedia gezogenwerden.
  • Da Wikipedia ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeit organisiert wird, liegteine zivilgesellschaftliche Sichtweise und ein Fokus auf Freiwilligen-Organisationennahe. Sie sind als Teil der Bürgergesellschaft auch Teil des politischen Systems mitdem Anspruch gemeinsam gemeinsame Probleme zu lösen. Dazu wird im folgendenKapitel ein einfaches Modell entwickelt.
    Die verwendete Untersuchungsmethode setzt sich somit aus zwei Ansätzen zusammen:Ein abstraktes Strukturmodell wird entwickelt, um die Organisationsstrukturenim Vergleich zwischen Wikipedia, eingetragenen Vereinen und Beteiligungsprojektenauf kommunaler Ebene (Partizipation) offenzulegen und zu vergleichen.Gleichzeitig werden Beobachtungen rund um diesen Vergleich soziologisch und politikwissenschaftlichverankert und um den Aspekt der Wissensgesellschaft bzw. derwissenschaftlichen Öffentlichkeit erg¨anzt. Auf diese Verankerung wird im folgendenKapitel 4.1 eingegangen, danach wird das Modell (Kap. 4.2) vorgestellt und einVergleich (Kap. 4.4) durchgeführt und schließlich werden die Ansätze bewertet undgegenübergestellt (Kap. 4.4).

    Lesen Sie das 4. Kapitel "Ein eigener Erklärungsansatz: Virtuelles zivilgesellschaftliches Engagement" von Ingo Frost aus dem Buch "Zivilgesellschaftliches Engagement in virtuellen Gemeinschaften?" mit freundlicher Genehmigung des Herbert Utz Verlags.


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    • Ingo Frost
      Ingo Frost

      Ingo Frost hat Cognitive Science und Angewandte Systemwissenschaft mit Schwerpunkt Informatik und Soziologie an der Universität Osnabrück sowie an der Neuen Bulgarischen Universität Sofia studiert. Anfang 2006 hat er mit seiner Arbeit "Zivilgesellschaftliches Engagement in virtuellen Gemeinschaften? Eine systemwissenschaftliche Analyse des deutschsprachigen...

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