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Interview mit Markus Marenbach zum Swiss Intranet Summit

Markus Marenbach
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Herr Marenbach, Ihr Unternehmen unterstützt den Swiss Intranet SUMMIT. Wo stehen nach Ihrer Meinung die Intranet-Projekte in der Schweiz?

Schweizer Kunden haben recht früh auf standardisierte Portal Plattformen für den Aufbau Ihrer Intranets gesetzt, z. B. auf SAP NetWeaver, Microsoft SharePoint oder IBM WebSphere Portal. Es gibt einige sehr innovative Intranet-Lösungen in der Schweiz.

Wir stellen momentan verschiedene Erneuerungstendenzen fest. Hierzu zählt zum einen natürlich eine neue frische Optik im Stil des Web 2.0, zum anderen sollen die Intranet-Lösungen aber auch deutlich mehr die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessern. Dieser Bereich wurde im Nachhinein betrachtet vielleicht etwas vernachlässigt und der Fokus zu sehr auf die Unternehmenskommunikation und die reine Informationsbereitstellung gelegt. Allerdings stehen auch erst jetzt wirklich gute IT-Werkzeuge für eine intuitive Zusammenarbeit im Sinne des „Enterprise 2.0“ zur Verfügung.

Beim Swiss Intranet SUMMIT in Zürich stehen vor allem Projekte im Mittelpunkt, die sich die Förderung der Zusammenarbeit für das Intranet-Projekt auf die Fahnen geschrieben haben. Ist das die nächste Stufe in der Intranet-Projektevolution?

Es ist einer der wichtigsten Schritte, aber nicht der alleinige. Mitarbeiter erwarten von einem Intranet oder Mitarbeiterportal eine Unterstützung im Sinne einer Arbeitsumgebung 2.0. Hierzu zählen neben der Collaboration eine deutlich verbesserte Unternehmenssuche sowie die native Unterstützung von mobilen Endgeräten wie RIM Blackberry oder Apple iPhone.

Viele Anwendungen aus dem privaten Umfeld sind bereits jetzt als „App“ verfügbar, für Unternehmensanwendungen gilt das aber noch nicht. Hier gilt es, den sogenannten „Device Mix“ noch besser zu unterstützen und die Werkzeuge an die tatsächlichen Arbeitsgewohnheiten der Anwender anzupassen.

Gilt das für jedes Unternehmen, jeder Branche und jeder Größe?

Die Herausforderungen sind zumindest sehr ähnlich. Natürlich ist dies aber auch eine Frage des möglichen Investitionsvolumens. Ein kleines Unternehmen ist vielleicht besser mit einem gehosteten System. Der Mehrwert der Collaboration hängt natürlich ganz entscheidend von der regionalen und inhaltlichen Verteilung der Mitarbeiter ab.

Welche Herausforderungen stellen sich für derartige Projekte? Wie sehen Sie die Abgrenzung dieser Intranet-Entwicklung zum Thema "Enterprise 2.0"?

Mit einem Intranet verfolgen Unternehmen das Ziel, die Informationsversorgung für die Mitarbeiter zu verbessern. Hierzu wird der komplette Prozess, von der qualitätsgesicherten Bereitstellung von Informationen, der zielgruppenorientierten (personalisierten) Verteilung von Informationen, dem schnellen Finden und der einfachen Nutzung von Informationen im Rahmen von Geschäftsprozessen optimiert. Von daher liegen diese Dinge sehr eng beieinander und sollten eher aus Anwendungssicht, statt aufgrund von Begriffsdefinitionen betrachtet werden.

Welche Erwartungen haben Sie an den Swiss Intranet SUMMIT?

Ich freue mich auf sehr interessante Diskussionen, insbesondere die Erfahrungsberichte der Anwenderunternehmen zum Thema Social Business Plattform. Wir selbst setzen die Plattform „Jive“ mittlerweile für den internen Wissensaustausch sowie ebenfalls für die Zusammenarbeit mit Kunden ein. Der Erfolg ist überragend.
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Autor
  • Markus Marenbach
    Markus Marenbach

    Als Experte im Bereich „Infrastruktur für Wissensarbeiter“ beschäftigt sich Herr Marenbach seit mehr als 10 Jahren mit innovativen Lösungen in diesem Feld. Neben der Konzeption von Unternehmensportalen bildet dabei die Nutzung von Enterprise 2.0 Techniken den Schwerpunkt der Arbeit.

Herausgebende Organisation