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Quo vadis - Web Content Management im Unternehmensportal?

Stefan Bohlmann
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Die Zukunft der Web Content Management (WCM) Systeme im klassischen Sinne ist ungewiss. Unternehmen setzen zunehmend Enterprise Portal Lösungen ein, die sich derzeit vor allem auf Anwendungs- und Geschäftsprozessintegration konzentrieren. Auf der anderen Seite haben sich bestehende Web Content Management Systeme in den Unternehmen etabliert, bei denen das Erstellen, die Pflege und die Bereitstellung von webbasierten Inhalten im Vordergrund steht, z.B. für den Betrieb eines Intranets. Diese Entwicklung führt zu einer neuen Herausforderung für die IT-Abteilungen in den Unternehmen: Beide Systemwelten müssen sowohl konzeptionell als auch technologisch vereint werden.

Unternehmensportale haben es geschafft, den verschiedenen Business Applikationen einen Single Point of Entry zu eröffnen. Warum nicht also auch den benötigten komplexen Content direkt im Unternehmensportal abbilden und so bestehende Extranet- oder Intranetlösungen vollständig ablösen? Die meisten Portalsoftwareprodukte der neuen Generation vernachlässigen dieses Thema, indem sie bestenfalls ein rudimentäres Content-Management out-of-the-box anbieten ‑ vielen IT-Entscheidern ist dieses Manko nicht oder nur bedingt bewusst.

Auf der anderen Seite gibt es auf dem Markt sehr ausgereifte Web Content Management Systeme und Produkte, die Funktionsweisen reichen dabei vom Internet Baukasten für die Erstellung einer einfachen Homepage bis hin zu einer vollständigen Workflowintegration im Information Lifecycle. Darüber hinaus verfügen diese Systeme über zusätzliche Werkzeuge zur Erstellung von Navigationsstrukturen sowie Redaktions- bzw. Autorenwerkzeuge zur Pflege von Inhalt in Webseiten. Linkmanagement, Freigabeworkflows und Zugriffskontrollen auf definierte Bereiche des Webangebotes sind dabei nahezu selbstverständlich.

Der Einsatz von Web Content Management Systemen ermöglicht Unternehmen auf den ersten Blick die Vereinigung von webbasierten Inhalten und applikationsbasierten Informationen innerhalb eines Unternehmensportals, unerheblich in welchem Format diese Informationen vorliegen. Einige WCM-Softwarehersteller haben bereits reagiert und bieten ‑ insbesondere für das SAP NetWeaver™ Portal ‑ umfassende Integrationspakete an, um ihre leistungsfähigen Web Content Management Systeme in die Portalsoftware einzubinden.

Wie aber wird der zu publizierende Content in einem Unternehmensportal gepflegt und bereitgestellt, das auf Basis einer business-orientierten Portal Software erstellt werden soll? In einer Phase, in der der Anwender bereits mit einer heterogenen Systemlandschaft in seiner tägliche Arbeit umgehen muss, ist jedes weitere System eine zusätzliche Belastung. Die Integration eines leistungsfähigen und ausgereiften Web Content Management Systems in ein Unternehmensportal ist vor allem deshalb problematisch, weil beide Softwarelösungen zum Teil konkurrierende Konzepte und Technologien einsetzen, die im folgenden erläutert werden.
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Autor
  • Stefan Bohlmann
    Dipl. Inf. Stefan Bohlmann

    1995 Abschluß Diplom-Informatiker an der Universität Erlangen-Nürnberg, Nebenfach Betriebswirtschaftslehre 1995-1996 Freiberuflicher Softwareentwickler in der Multimedia-Branche. Während dieser Zeit war Herr Bohlmann bei verschiedenen Auftraggebern mit der Planung, Konzeption und Realisierung moderner datenbankgestützter Multimedia-Applikationen tätig...

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