Web Competence & Responsibility: Web 2.0 an Scheidewegen von Machtmissbrauch oder Partnerschaftlichkeit
Web 2.0. ist in aller Munde und gilt als neuer Hoffnungsträger des Internets. Etwas naiv werden dabei vielfach ausschließlich die funktionalen Vorteile wie die neue Autonomie und Interaktivität von Web 2.0 gelobt. Fehlentwicklungen wie jüngst bei StudiVZ weisen jedoch auf die Gefahren-Potenziale von Web 2.0 hin. Netzwerk-Macht und -Ermächtigung bieten enorme Missbrauchs-Potenziale.
Ziel kann es aber nicht sein, aufgrund dieser Entwicklungen die Web 2.0-Welt medial zu diskreditieren oder gesetzlich zu regulieren. Eine Ethik der Partnerschaftlichkeit in Netzwerken sollte stattdessen die vielfältigen und enormen Chancen von Web 2.0 wahren und ausbauen, zugleich aber den Anfängen des Missbrauchs von Social-Network-Technologien wehren. In diesem Beitrag wird daher eine Deklaration für eine partnerschaftliche Web 2.0-Kultur im Sinne einer "Web Competence & Responsibility" als Lösungsansatz in diese Richtung vorgeschlagen. So können Nutzer souveräner und sensibilisierter überprüfen, inwieweit existierende Netzwerke Chancen oder Gefahren darstellen. Die Evaluation bekannter existierender Plattformen zeigt Handlungsbedarf für die Zukunft auf.
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