Seit Jahren dienen Architektur-Frameworks Unternehmensarchitekten als Grundlage für den Umgang mit der stetig wachsenden Komplexität der IT-Umgebung sowie den immer anspruchsvolleren Anforderungen an ihren Zuständigkeitsbereich. Organisationen versuchen mittels Standard-Frameworks wie TOGAF und Zachman oder eigenen Frameworks die Architekturarbeit so zu strukturieren, dass sie verständlich ist und so leicht übermittelt werden kann. Dadurch gewinnt sie für das Unternehmen an Bedeutung und Wert.
Frameworks haben sich auch in dem Bestreben nach einer Ausrichtung der IT am Geschäft des Unternehmens bewährt; dies allerdings nur bei korrekter Anwendung. Das Geschäft einer jeden Organisation ist etwas sehr individuelles. Deshalb sollten Unternehmen das ihren Ansprüchen am meisten gerecht werdende oder eigene Framework, den Bedürfnissen des Unternehmens unbedingt anpassen. Aufgrund der vielen beweglichen Elemente innerhalb einer Organisation ist der Erfolg eines Unternehmens von zu vielen Faktoren abhängig, so dass ein Standard-Framework nicht zum Dogma werden kann, ohne Gefahr zu laufen, dass die IT bei der Unterstützung des Unternehmens stark behindert werden würde.
Die Norm „IEEE Standard 1471“ war der erste Versuch zur Standardisierung der EA-Entwicklung, bei dem berücksichtigt wurde, dass es für eine Ausrichtung der IT am Geschäft einer Entwicklung im Kontext der Organisation bedarf, da ansonsten jeglicher Nutzen für das Unternehmen verloren ginge. Auf diese Weise wird gleichzeitig der Grundsatz befolgt, dass verschiedene an der Organisation beteiligte Personen in der Beschreibung der Architektur berücksichtigt werden. Eine Einbindung aller Beteiligten ist gerade angesichts der dezentralisierten Strukturen der heutigen Mammutunternehmen im Sinne einer erfolgreichen Governance ein dringendes Erfordernis. Daher sind unterschiedliche „Views“ (Ansichten) der Architektur Bestandteil der meisten Frameworks, wobei jeder View ein gekennzeichnetes Set von Systemanliegen umfasst. In einigen Frameworks sind auch „Viewpoints“ enthalten.
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