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seminararbeit_cms_sylvia_adamski.pdfOpen Source vs. proprietäre
Content Management Systeme (CMS)
Seminararbeit von S ylvia Adamski
Fachhochschule Köln
Eingereicht bei Prof. Dr. Fank
Köln, den 30. März 2005
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ........................................................................................................3
2. Definitionen.....................................................................................................4
2.1. Open Source Software .........................................................................4
2.2. Proprietäre Software .............................................................................4
2.3. Content Management System .............................................................5
3. Vergleichskriterien.........................................................................................7
3.1. Kosten .....................................................................................................7
3.2. Support ....................................................................................................9
3.3. Zukunftssicherheit .................................................................................9
3.4. Entwicklungs Know-How ....................................................................10
3.5. Kunden / Referenzen..........................................................................11
3.6. Gewährleistung ....................................................................................12
3.7. Integration.............................................................................................13
4. Gesamtfazit...................................................................................................15
5. Quellen..........................................................................................................17
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1. Einleitung
Als Kasper Skårhøj im Jahr 2000 sein bis dato in Eigenregie programmiertes
CMS der Open Source Community zur Verfügung stellte hat noch niemand
geahnt, dass es sich einmal zu einer echten Alternative zu den etablierten
kommerziellen CMS-Anbieter mausern würde. Seit damals ist die Typo3-
Community auf über 20.000 registrierte User angewachsen und unzählige
Webagenturen bieten mittlerweile Dienstleistungen rund um Typo3 an. In
derselben Zeit wurden viele kleine aber auch große kommerzielle CMS-
Anbieter vom Markt verdrängt oder von erfolgreicheren Anbietern aufgekauft
– so z.B. die Gauss Interprise AG von der Open Text Corporation.
Trotz der Konsolidierungswelle ist der CMS-Markt immer noch erschreckend
unübersichtlich. Wer heute seinen Webauftritt oder sein Intranet mit einem
professionellen CMS gestalten möchte, wird von der Fülle an Anbietern er-
schlagen. Da die Open Source Systeme und allen voran das Flagschiff Ty-
po3 mächtig aufgeholt haben, muss sich zudem erst einmal die grundsätzli-
che Frage gestellt werden: Open Source oder kommerzielle Lösung?
Tools wie das CMS-Benchmarking auf www.benchpark.com oder die CMS-
Matrix auf www.cmsmatrix.org bieten zwar Informationen und Vergleiche zu
CMS „on the fly“, sind allerdings eher an technischen Unterschieden orien-
tiert. Für einen Kunden sind erst einmal Kriterien wie Kosten und Zukunftssi-
cherheit des Systems wichtig. Nach einer Definition der wichtigsten Begriffe
werden im Folgenden diese und ähnliche Kriterien aufgelistet, um so die
Vor- und Nachteile von Open Source und proprietären Systemen herauszu-
arbeiten.
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2. Definitionen
2.1. Open Source Software
Software gilt als “Open Source”, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt. Diese
sind die in den „Open Source Lizenzen“ geregelt, welche von der Open
Source Initiative anerkannt werden müssen.
Die wichtigsten Kriterien:
• Kostenlose Verfügbarkeit: Es dürfen keine Lizenzkosten für die Soft-
ware anfallen
• Die Software ist im Quellcode verfügbar
• Abgeleitete Software darf unter gleicher Lizenz weiterverbreitet wer-
den
„Open Source Software“ ist in der Praxis meist nahezu deckungsgleich mit so
genannter „Freier Software“, die nach den Regeln der Free Software Foun-
dation definiert wird.
Der Begriff „Open Source“ beschränkt sich übrigens nicht allein auf Software,
sondern kann auch auf Wissen und Information ausgeweitet werden.
Beispiel: OpenCola.
Populäre Open Source CMS: Mambo Open Source CMS, Typo3, Plone
2.2. Proprietäre Software
Laut der „Free Software Foundation“ entspricht proprietäre Software nicht
den Regeln der Foundation für Freie Software. Dies bedeutet: Ein Individuum
oder eine Firma hält die exklusiven Rechte an der Software und verbietet
anderen den Zugang zum Quelltext, das Recht die Software zu kopieren, zu
verändern oder zu studieren. Diese Rechte sowie der Einblick in den Quell-
text werden in der Regel nur gegen Geld und unter bestimmten Auflagen
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gewährt. Das bekannteste Beispiel proprietärer Software ist Microsoft Wi n-
dows.
Führende Hersteller proprietärer CMS: Vignette Corporation, RedDot Solu-
tions AG, Hummingbird Communications GmbH, Interwoven Inc.
2.3. Content Management System
„Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software zur Verwaltung
des Inhalts einer Website“ 1. Grundlegendes Prinzip ist dabei die Trennung
von Design und Inhalt, ein Redakteur sollte also beispielsweise ohne HTML-,
XML- oder Webdesignkenntnisse eine Webseite aktualisieren können.
Content Management Systeme unterstützen:
• die Erstellung von Content (direkt oder durch Anbindung weiterer Pro-
gramme)
• die Verwaltung von Content (Content Management im engeren Sinn)
• die Bereitstellung von Content (Präsentation, Distribution)
• die Kontrolle von Content (Rechte, Versionierung)
• die Individualisierung von Content (Personalisierung, Sichten)
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management
(Zugriff am 29. März 2005))
Die Abgrenzung von Content Management Systemen zu verwandten Produk-
ten wie Portal- oder Web-Content-Management-Systemen (WCMS) ist
schwierig, da die Übergänge fließend sind. Die Begriffe WCMS und CMS
werden beispielsweise oft synonym verwendet, obwohl ein CMS auch – ent-
gegen der Definition auf wikipedia.de - über die reine Webseitenverwaltung
hinausgehen kann und beispielsweise gerne für den Aufbau von Intranets
eingesetzt wird. Ebenso integrieren viele CMS Aufgaben eines Portals oder
sogar eines CRM-Systems. Sinniger als sich in Begriffsdefinitionen zu verlie-
1
http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management -System (Zugriff am 29. März 2005)
5
ren ist daher, eine pragmatische Abstufung von CMS hinsichtlich ihres Funk-
tionsumfanges vorzunehmen:
(Quelle: Jdk – The Content Management Architects (2003). Open Source. Konkurrenz für
kommerzielle CMS?! http://www.jdk.de/upload/pdf/jdk -CMDAYS2002-OpenSource.pdf)
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3. Vergleichskriterien
In unzähligen, oftmals sehr teuren Studien, werden CMS regelmäßig mitein-
ander verglichen. Angesichts der Fülle der Anbieter und der Fülle an mögli-
chen Vergleichskriterien können diese Studien immer nur einen Bruchteil des
Marktes analysieren. Außerdem macht es kaum Sinn, ein kleines Open
Source CMS wie Contendio mit einem proprietären Hersteller wie Vignette zu
vergleichen, dessen mächtiges System ein ganz anderes Ziel und einen
ganz anderen Kundenkreis anspricht. Diese Unübersichtlichkeit wird durch
die Masse an Salesmitarbeitern noch verstärkt, die allesamt „ihr“ System als
das „Beste“, „marktführende“ System zum „günstigsten“ Preis anpreisen –
ohne jemals das Backend der Konkurrenz gesehen zu haben.
3.1. Kosten
Open Source CMS
Das Open Source System selbst kostet nichts. Da die meisten Open Source
CMS wiederum auf anderen Open Source Technologien wie PHP oder
MySQL basieren, ist dadurch beispielsweise die zugrunde liegende Daten-
banktechnologie auch kostenfrei. Lediglich Beratungs- und Implementie-
rungskosten werden in der Literatur in der Regel höher angesetzt, da ein
Open Source CMS erfahrungsgemäß nur 70-80% der benötigten Funktionen
bereitstellt 2 und fehlende Features teuer nachprogrammiert werden müssen.
Proprietäre CMS
Lizenzkosten, Kosten für Updates und Wartungen, Kosten für die Technolo-
gie (Applikationsserver, Datenbank…), Provisionen für Servicepartner – die
Liste ist lang und variiert von Hersteller zu Hersteller. Je nach Umfang des
Projekts können allein nur die Implementierungskosten zwischen 500 Euro
und über 100.000 Euro liegen.
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Krüger, Jörg Dennis (11/2002). Open Source vs. kommerzielle CMS.
http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_257.html
(Zugriff am 29. März 2005)
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Fazit
CMS-Projekte werden gerne anhand ihrer „Total Cost of Ownership (TCO)“
gemessen. Bei der TCO werden nicht nur die Anschaffungskosten von Inves-
titionsgütern berücksichtigt, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung wie
zum Beispiel Wartungskosten. Da ein CMS nichts anderes als eine Investiti-
on ist, bietet sich dieser Ansatz an.
Ein TCO-Beispiel:
(Quelle: Jdk – The Content Management Architects (2003). Open Source. Konkurrenz für
kommerzielle CMS?! http://www.jdk.de/upload/pdf/jdk -CMDAYS2002-OpenSource.pdf
(Zugriff am 29.
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