Als Kasper Skårhøj im Jahr 2000 sein bis dato in Eigenregie programmiertes CMS der Open Source Community zur Verfügung stellte hat noch niemand geahnt, dass es sich einmal zu einer echten Alternative zu den etablierten kommerziellen CMS-Anbieter mausern würde. Seit damals ist die Typo3-Community auf über 20.000 registrierte User angewachsen und unzählige Webagenturen bieten mittlerweile Dienstleistungen rund um Typo3 an. In derselben Zeit wurden viele kleine aber auch große kommerzielle CMS-Anbieter vom Markt verdrängt oder von erfolgreicheren Anbietern aufgekauft ‑ so z.B. die Gauss Interprise AG von der Open Text Corporation.
Trotz der Konsolidierungswelle ist der CMS-Markt immer noch erschreckend unübersichtlich. Wer heute seinen Webauftritt oder sein Intranet mit einem professionellen CMS gestalten möchte, wird von der Fülle an Anbietern erschlagen. Da die Open Source Systeme und allen voran das Flagschiff Typo3 mächtig aufgeholt haben, muss sich zudem erst einmal die grundsätzliche Frage gestellt werden: Open Source oder kommerzielle Lösung?
Tools wie das CMS-Benchmarking auf www.benchpark.com oder die CMS-Matrix auf www.cmsmatrix.org bieten zwar Informationen und Vergleiche zu CMS „on the fly“, sind allerdings eher an technischen Unterschieden orien-tiert. Für einen Kunden sind erst einmal Kriterien wie Kosten und Zukunftssicherheit des Systems wichtig. Nach einer Definition der wichtigsten Begriffe werden im Folgenden diese und ähnliche Kriterien aufgelistet, um so die Vor- und Nachteile von Open Source und proprietären Systemen herauszuarbeiten.