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Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020?

Winfried Felser
Frage von Dr. Winfried Felser, NetSkill AG zu Enterprise 2020 | 1.12.2011 Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020?

Die netzwerkorientierte Ökonomie und Organisation fallen nicht vom Himmel, sondern scheinen Ergebnis eines evolutionären, technologie-basierten Wandels zu einem Muster zu sein, das auch in anderen reiferen, „kybernetischen“ Systemen (Soziologie,  Neurologie, Genetik) mit ähnlichen Strukturen und Wirksystemen eine Rolle spielt. Oft fehlt uns aber dieser Blick über den Tellerrand.

Von welchen Inspirationsquellen und –Köpfen innerhalb und außerhalb des betriebswirtschaftlichen Diskurses wurde und  wird Ihr eigene Zukunftsperspektive geprägt? Was sind Erkenntnisse, die Sie daraus gewinnen konnten und vermitteln können? Gibt es Literatur, die Sie als Anregung für 2020 empfehlen?

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  • Inge Hanschke
    Antwort von Inge Hanschke, iteratec GmbH zu Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020? von Dr. Winfried Felser | 23.3.2012, 16:41:18 RE: ( 4 ) Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020?

    Wichtige Inspirationsquellen sind für mich agile Vorgehensweisen und Querdenker insbesondere im Kontext vom Innovationsmanagement. Aus dem engen Austausch mit diesen und dem Erproben ergeben sich eine Reihe von Erkenntnissen, wie schon ausgeführt. Gute Literatur ist jedoch sehr rar.

    Wichtige Inspirationsquellen sind für mich agile Vorgehensweisen und Querdenker insbesondere im Kontext vom Innovationsmanagement. Aus dem engen Austausch mit diesen und dem Erproben ergeben sich eine Reihe von Erkenntnissen, wie schon ausgeführt. Gute Literatur ist jedoch sehr rar.
  • Daniel F. Pinnow
    Antwort von Daniel F. Pinnow, Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH zu Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020? von Dr. Winfried Felser | 3.2.2012, 12:26:48 RE: ( 3 ) Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020?

    Mich haben von jeher Menschen inspiriert, die über ihren Tellerrand hinaus geblickt und altes neu gedacht haben. Die Thesen des amerikanischen Ökonoms Peter Drucker - obwohl schon ein paar Jahre älter - sind heute noch hoch aktuell. Der deutsche Soziologe Niklas Luhmann hat als „Theorie-Gigant“ bereits in den 80er... mehr

    Mich haben von jeher Menschen inspiriert, die über ihren Tellerrand hinaus geblickt und altes neu gedacht haben. Die Thesen des amerikanischen Ökonoms Peter Drucker - obwohl schon ein paar Jahre älter - sind heute noch hoch aktuell. Der deutsche Soziologe Niklas Luhmann hat als „Theorie-Gigant“ bereits in den 80er Jahren viele Vorlagen für die Fragen geschaffen, die uns heute heraus fordern und sein Schüler Dirk Baecker von der Zeppelin-University liefert dafür hoch interessante Übersetzungen. Die Ansätze und Bücher von Charles Handy, Peter Senge und Daniel Goleman haben mich inspiriert. Aktuell trifft Carl Otto Scharmer mit seiner Theorie U zielsicher den Nerv unserer Zeit. Wer bereit ist, alte Gedankenwelten zu verlassen und neues zuzulassen, findet bei diesen Denkern und Autoren passende Impulse.

    Antworten ( 1 )
  • Frank Schabel
    Antwort von Frank Schabel, Hays zu Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020? von Dr. Winfried Felser | 19.1.2012, 17:34:26 RE: ( 2 ) Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020?

    Persönliche Gespräche mit wertgeschätzten und offenen, reflektierten Partnern sind meiner Meinung nach das wichtigste. Gekoppelt mit eigenen Reflexionen über die vorgefundene Welt. Hier kann begleitende Literatur den Zoom noch öffnen und begriffliche Rahmen bieten. Ansonsten hinaus halte ich viel davon, über den... mehr

    Persönliche Gespräche mit wertgeschätzten und offenen, reflektierten Partnern sind meiner Meinung nach das wichtigste. Gekoppelt mit eigenen Reflexionen über die vorgefundene Welt. Hier kann begleitende Literatur den Zoom noch öffnen und begriffliche Rahmen bieten. Ansonsten hinaus halte ich viel davon, über den Tellerrand zu schauen: Was machen andere Disziplinen oder Branchen gut und ist dies auch für unser Marktfumfeld interessant?
  • Peter Jumpertz
    Antwort von Peter Jumpertz, THERON Management Advisors AG zu Epilog: Inspirationsquellen für Enterprise 2020? von Dr. Winfried Felser | 6.12.2011, 9:35:07 RE:Enterprise 2020 – Notwendige Innovationen für das Unternehmen der Zukunft jenseits von nur Web 2.0!

    Ayn Rand ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Diese US-amerikanische Autorin mit russischen Wurzeln zeigt mit ihrem gesamten Werk und ganz besonders mit den in den USA nach mehr als 60 Jahren immer noch in den Beststeller-Listen geführten Romanen „The Fountainhead“ und „Atlas Shrugged“ in einer für mich... mehr

    Ayn Rand ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Diese US-amerikanische Autorin mit russischen Wurzeln zeigt mit ihrem gesamten Werk und ganz besonders mit den in den USA nach mehr als 60 Jahren immer noch in den Beststeller-Listen geführten Romanen „The Fountainhead“ und „Atlas Shrugged“ in einer für mich einzigartigen Klarheit und Konsistenz ein völlig widerspruchsfreies Philosohpie-System auf. Man kann darin den Sinn des Lebens finden, falls man ihn sucht, genauso wie Anregungen zum Umgang mit Risiko oder eine glasklare Begründung, warum es keinen Sinn macht, sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Und nebenbei sind die Romane auch sehr spannend geschrieben.

    Wer noch ein wenig fundamentaler an die Wahrheiten der Welt und der Wirtschaft herangehen will, dem empfehle ich „The God of the Machine“ von Isabell Paterson – ebenfalls eine längst verstorbene amerikanische Autorin mit einem sehr eigenen Kopf.

    Was nehmen wir daraus mit? Die Kraft des Einzelnen ist die Energie, die die Welt voran bringt. Und der Platz, an dem diese Kraft in ihrer einzig wirksamen Form, nämlich als Idee einer Zukunft – sei sie weltumspannend oder für den Schreibtischoberfläche gedacht – am besten erzeugt und umgesetzt wird, ist das Internet. Wir sollten nicht ständig nach Meinungsführern, Gelehrten, älteren Staatsmännern oder überbezahlten Top Managern und dumpfen Talk Shows lechzen. Wir sollten vielmehr in Foren, Blogs und Communities tummeln und nach Ideen suchen. Dort wird unglaublich viel gedacht und ausgetauscht.

    Machen wir uns selbst ein Bild davon! Lassen wir es nicht von schlechten Journalisten bis zur Unkenntlichkeit vorkauen! Denn am Ende zählt immer nur die eigene Meinung.