Die Rahmenbedingungen in der pharmazeutischen Industrie haben sich im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert. Die Gesundheitssysteme der entwickelten Volks-
wirtschaften stehen unter starkem wirtschaftlichen Druck. Daher suchen Gesund-
heitspolitiker und Krankenkassen intensiv nach Möglichkeiten, die Kosten im Gesundheitswesen dauerhaft zu reduzieren. Staatlicher Eingriffe wie Positivlisten und ähnliche Maßnahmen beeinflussen dabei direkt die Ertragssituation pharmazeutischer Unternehmen.
Während die Erforschung neuer Arzneimittel immer größere Budgets notwendig macht, gewinnen gleichzeitig Generika eine immer größere Bedeutung am Markt. Um die Wirtschaftlichkeit und Überlebensfähigkeit auf Dauer zu sichern, müssen sich die Pharmaproduzenten daher strategisch neu ausrichten. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei der Einführung neuer Systeme zum Informationsmanagement und der Steuerung der Kerngeschäftsprozesse zu. Eine Reihe von größeren und kleineren Softwarehäusern bieten am Markt branchenspezifische Softwarelösungen für das Enterprise Resource Planning (ERP) an. Ziel dieses Beitrages ist es, softwareunab-
hängig und in geraffter Form, die typischen Geschäftsprozesse pharmazeutischer Betriebe darzustellen, um eine generelle Bewertung des Leistungsumfangs solcher Programmpaketen zu ermöglichen.
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