Mit einfachen Schritten zur Altersvorsorge
Viele Anleger streben in erster Linie nach einer hohen Rendite und blenden dabei das Risiko aus. Bei der Geldanlage besteht aber ganz allgemein immer dann ein Risiko, wenn Anleger eine höhere Rendite erzielen möchten, als risikolos zu vereinnahmen ist. Als guter Maßstab für „risikolos“ hat sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die als ausfallsicher gilt, erwiesen.
- 1. Die individuelle Risikoneigung bestimmt die Zusammenstellung eines Portfolios
Je größer das Risiko ist, das Anleger eingehen können und wollen, desto höher ist auch die Rendite, die möglich ist. Dabei sollten Sie aber immer nur soviel Risiko eingehen, wie Sie verkraften können. Grundsätzlich muss sich jeder Anleger die Frage stellen, ob er einen zwischenzeitlichen Verlust von zehn oder zwanzig Prozent aushalten kann. Damit ist nicht nur finanziell, sondern auch psychisch aushalten gemeint. Anders formuliert: Bis zu welchem Verlust können Sie gut schlafen?
- 2. Festgelegter Anlagemix
Wer einmal festgelegt hat, wieviel Risiko eingegangen werden soll, sollte dabei bleiben. Es ergibt, übertrieben formuliert, keinen Sinn heute nur in Aktien und morgen nur in Festgeld zu investieren. Nur bei einer sich verändernden Lebenssituation sollten Anleger ihre Strategie überprüfen und ggf. anpassen.
- 3. Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg
Ein sinnvoll strukturiertes Portfolio ist mehr als eine Liste von Wertpapieren. Es sollte vielmehr ein zusammengesetztes Ganzes sein, das bei einer Vielzahl von möglichen Entwicklungen Chancen und Risiken bietet.
- 4. Ein langer Zeithorizont kann das Verlustrisiko senken
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass risikobehaftete Anlageformen häufig umso besser abschneiden, je länger der Anleger an ihnen festhält. Dabei lässt sich eine hohe Sicherheit nicht mit hohen Ertragschancen kombinieren. Langfristig sollte man nach wie vor davon ausgehen, dass höhere Ertragschancen auch ein höheres Risiko einer Anlage widerspiegeln.
Für den langfristigen Vermögensaufbau eignet sich ein Kompromiss: Sparen ohne Kapital- oder Einzahlungsgarantie, aber mit einem gut diversifiziertem Portfolio und einem Anleihenanteil, der die persönliche Risikoneigung auf das gesamte Portfolio überträgt.