Nachhaltige Geldanlage mit Schwellenländer Investments - Solar- und Windkraftfonds im Trend
Auszug aus "Portfolio Journal 01/2012"„Erneuerbare Energien haben ein enormes Potenzial“
Der weltweite Energiebedarf steigt an, doch fossile Energieträger sind allein wegen ihrer begrenzten Verfügbarkeit ein Auslaufmodell. Inzwischen gewinnen erneuerbare Energien nicht nur in den Industrienationen, sondern auch in Schwellenländern an Bedeutung. Für den Ausbau der Renewables sind jedoch Billioneninvestitionen notwendig. Das Portfolio Journal sprach mit Robert G. Schmidt, CEO der SHEDLIN Capital AG, über Perspektiven und Chancen.
PJ: Herr Schmidt, erneuerbare Energien galten bislang hauptsächlich als Thema für Industrienationen. Ändert sich dies nun?
Schmidt: In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern läuft ein Prozess des energiepolitischen Umdenkens. Nehmen Sie allein Länder wie Bulgarien und Rumänien, die in hohem Maße von fossilen Rohstoffimporten abhängig sind. Als EU-Mitglieder haben sich beide Länder kürzlich ehrgeizige Ausbauziele für die erneuerbaren Energien gesetzt. Selbst in China kommt die Staatsführung zu der Einsicht, dass die Renewables langfristig die sinnvollste und vor allem günstigste Form der Energieerzeugung sind. Der weltweite Anteil der Erneuerbaren Energien - ohne Wasserkraft - an der Stromversorgung wird zwischen 2009 und 2035 von drei auf 15 Prozent steigen. Für die Hälfte dieses Wachstums werden allein die EU und China verantwortlich sein.
PJ: Das fossile Zeitalter ist im Umkehrschluss also noch lange nicht vorbei…
Schmidt: Das stimmt. Aber wir erleben gerade den Anfang vom Ende. Diese Umstellung ist mit einem enormen Investitionsbedarf verbunden. Allein 2010 wurden weltweit 211 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert, das ist ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Hier sind in zunehmendem Maße die Märkte und Investoren gefordert, Kapital bereitzustellen. Ergo haben erneuerbare Energien als Assetklasse ein enormes Zukunftspotenzial.
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Quelle: PortfolioJournal 01/2012
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