Geschmacksfrage
Aktienanleihen und Discount-Zertifikate sind in vielen Punkten gleich. Beide Produktkategorien sind ähnlich gebaut und weisen dasselbe Rendite-Potenzial auf. Für was sollen sich Anleger also entscheiden? Rabatt oder Zinsen? Das kommt auf die Anlagepräferenzen an.
Bei einer Aktienanleihe erwirbt der Käufer ‑ analog zu klassischen Anleihen ‑ ein Wertpapier zu einem bestimmten Kurswert und erhält eine Zinszahlung. Während allerdings klassische Anleihen in der Regel bei Fälligkeit zu einem Kurswert von 100 Prozent zurückgezahlt werden, hängt die Rückzahlung von Aktienanleihen vom Stand der zugrunde liegenden Aktie am Bewertungstag ab. Notiert sie über einem bei Emission festgelegten Kurs (Basispreis), erhält der Anleger den Nennbetrag zurück. Notiert sie allerdings darunter, liefert ihm der Emittent eine bei Emission festgelegte Anzahl Aktien. Für dieses höhere Risiko wird der Anleger im Gegenzug mit einem Zinskupon belohnt, der deutlich über dem Niveau klassischer Anleihen liegt. Technisch gesehen legt der Emittent einer Aktienanleihe den vom Anleger investierten Betrag an und erwirbt eine Put-Option auf die zugrunde liegende Aktie. Aus der Verzinsung sowie der Optionsprämie des Puts speist sich der Zinskupon, den der Emittent dem Anleger anbieten kann.
Weiteres aus dem Inhalt:
- Höhere Vola, höherer Kupon
- Rabatt statt Zinsen
- Höhere Vola, höherer Discount
- Eine Frage der Anlegerpräferenz
- Kuponzahlung dient als Puffer
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