Die Behandlung operationaler Risiken nach den Vorschlägen der Baseler Kommission sind in vielen Punkten noch nicht ausgereift. Die von Basel ausgerufenen Konsultationsrunden zeigen deutlich, daß es noch zahlreiche Defizite bei der quantitativen und qualitativen Behandlung operationalen Risiken gibt. Die Autoren sehen bis zur Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen in nationales Recht (Ende 2005) noch einen hohen Handlungsbedarf. Das vorliegende Papier beschäftigt sich kritisch mit den quantitativen und qualitativen Anforderungen der Baseler Vorschläge zur Eigenkapitalbehandlung der operationalen Risiken. Es wird das Baseler Dreisäulenkonzept und der daraus resultierende Zusatznutzen für die Banken vorgestellt. Es sollen auch die möglichen Konsequenzen für die Aufbauorganisation, das Personalwesen, die Prozeßabläufe und die Systeminfrastruktur aufgezeigt werden. Die im vorliegenden Artikel aufgeführten Defizite verlangen, das operationale Risiken strukturiert gehandhabt werden. Dazu ist es nach Meinung der Autoren notwendig, ein strukturiertes Vorgehensmodell zu implementieren, das dazu führt, daß operationale Risiken effizient gemanagt werden können.
Torsten Lammers (Dipl.kfm, Bankkaufmann) ist Manager im Competence Center Gesamtbanksteuerung der Steria Mummert Consulting AG. Er verantwortet fachlich die Themen Gesamtbanksteuerung/ Basel II/MaRisk mit den Schwerpunkten Risikosteuerung, Aufsichtsrecht, Kreditrisiken und Operationelle Risiken. Als Experte für die Methoden des Risikomanagements, der...