Es sind in erster Linie die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft, die den US-Dollar derzeit unter Verkaufsdruck setzen. Sorgen bereitet den Anlegern vor allem die Hypothekenkrise und deren mögliche negativen Auswirkungen auf das Finanzsystem und die Gesamtwirtschaft. Die Kreditrating-Agenturen Moody´s und Standard & Poor´s reduzierten die Ratings von Anleihen, die mit Hypothekenkrediten abgesichert sind, in der Größenordnung von fünf beziehungsweise zwölf Milliarden US-Dollar. Das warf erneut ein Schlaglicht auf das Ausmaß der Hypothekenkrise und deren möglichen Auswirkungen auf die US-Konjunktur insgesamt. Der Dollar wertete daraufhin gegenüber vielen Währungen ab und der EUR/ USD stieg über den wichtigen charttechnischen Widerstand bei 1,3680 USD. Angesichts des Ausmaßes der Krise am Immobilienmarkt rechnet kaum ein Experte noch mit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten. Da aber die Europäische Zentralbank voraussichtlich den Leitzins weiter anheben wird, sinkt die Zinsdifferenz zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Aktuell beträgt sie 1,25 Prozentpunkte. Auch dies ist ein Grund für den Aufwärtsdruck beim EUR/USD. Vor allem sind es aber die Sorgen um die Ungleichgewichte in der US-Wirtschaft, die die Anleger vor Long-Positionen auf den Dollar zurückschrecken lassen.
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