Das Börsenjahr 2008 hatte einen schweren Start. Das erste Quartal bescherte den Anlegern weltweit Verluste, die Verunsicherung hält an. Immobilienkrise, Rezessionsängste, ein turbulenter Rohstoffmarkt ‑ das Bedürfnis nach Sicherheit wächst und Anleger greifen wieder verstärkt zu Papieren mit vollständigem Kapitalschutz. Der Markt hat sich darauf eingestellt: Neben herkömmlichen Konstruktionen gibt es jetzt auch den dynamischen Kapitalschutz.
Eine Kapitalgarantie sichert dem Anleger eine Rückzahlung seines Investments zu mindestens 100 Prozent am Laufzeitende. Das ist besonders in turbulenten Börsenzeiten sehr beliebt. Natürlich hat ein solcher Bestandsschutz für das eingesetzte Kapital auch seinen Preis. In der Regel begrenzt er damit die Ertragschance, also das, was über den Kapitalerhalt hinaus noch zusätzlich erwirtschaftet werden soll. Diese „Chance auf mehr“ ist die eigentliche Schwachstelle bei Garantiezertifikaten, wie ein Blick auf die überwiegend praktizierte Machart dieser Papiere zeigt. So wird bei den meisten Garantiezertifikaten der Kapitalschutz über eine Nullkuponanleihe sichergestellt.
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