Neue Modelle nach dem Ende der Internet-Euphorie
Der Kauf eines Versicherungsproduktes über das Internet resultiert hauptsächlich in Preisvorteilen. Die Kostenersparnis und die schnelle Vergleichbarkeit unterschiedlicher Produkte scheint für die Versicherungskunden überzeugend. Die Nachteile des Internetabschlusses liegen demgegenüber darin, dass es selten für die Kunden individualisierte Produkte gibt. Weiterhin sind die Möglichkeiten, komplizierte Sachverhalte über eine Internetseite zu erklären, äußerst begrenzt. Deshalb stehen Entwickler von Versicherungsprodukten für das Internet auch zukünftig vor großen Herausforderungen. Die Lösung liegt in einer Vereinfachung der Produkte, indem weniger Einstufungsmerkmale definiert werden und Risiken gebündelt werden. Die Produkte müssen schnell und leicht verständlich sein. Wichtig ist vor allem, den Außendienst intensiv in die Produktstrategie einzubinden.
Versicherungen gehörten selbst zu Hochzeiten der Interneteuphorie Ende der 90er Jahre zu den Produkten, die sich nicht auf den ersten Blick für den e-Commerce erschlossen. Persönliche Beratung durch die Filiale oder den Außendienst - so hieß das unumstößliche Mantra des Versicherungskaufs in Deutschland. Preisgünstige Direktanbieter oder reine Web-Versicherer wie Mamax, Huk24 oder Ineas standen vor einem langen, steinigen Weg um zukünftige Kunden davon zu überzeugen, Haftpflicht, Kfz-, Hausrat-, Rechtsschutz-, Kranken- oder Unfallpolicen via Internet abzuschließen. Was lag da näher, als den Kunden zunächst die Vorteile eines Versicherungskaufs übers Internet überzeugend darzulegen?
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