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Finanzkrise: Atemberaubende Abschwächung...

Uwe Zimmer
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Beschreibung

Atemberaubende Abschwächung…

Die von den USA ausgegangene Abwärtsspirale hat endgültig die Weltwirtschaft erreicht und zieht Industriestaaten und Schwellenländer gleichermaßen in die Tiefe. Längst musste die Angst vor einer starken Abschwächung in den Industriestaaten der Gewissheit einer Rezession Platz machen. Die bange Frage lautet nun, wie lange die Rezession anhält und wie tief sie ausfallen wird. Selbst eine Depression, also eine lang anhaltende tiefe Rezession kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Die Märkte waren vor diesem Hintergrund auch im November nichts für schwache Nerven und legten eine hohe Schwankungsbreite an den Tag. Wir sind weiter sehr vorsichtig gestimmt, halten aber eine vorläufige Bodenbildung an den Aktienmärkten weiter für möglich.

Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt…Die Leitindizes der Aktienmärkte wiesen auch im abgelaufenen Monat zweistellige Kursveränderungen im Tagestakt auf. Einen Tag ging es 10% in die Höhe, am nächsten wieder 7% in die Tiefe. Auf Monatsbasis ergibt sich für die Leitindizes eine Schwankungsbreite, die historisch gesehen sonst kaum in einem ganzen Jahr erreicht wird. Zwischen dem Höchst- und dem Tiefststand im November liegen im Dax 1268 Indexpunkte bzw. ein Verlust von -23,92%. Im Dow Jones sind es 2204 Punkte (-22,83%) und im Nikkei 1989 Punkte (-20,89%). Selten war die Unsicherheit so stark wie in den letzten zwei Monaten. Beständig bleibt in diesen Tagen nur die Unbeständigkeit sowie der tägliche negative Nachrichtenfluss von der Konjunktur- und Unternehmensseite. Immerhin ging es aber in diesem Umfeld nicht wesentlich weiter nach unten: In allen drei Indizes stehen wir derzeit über den Jahrestiefstständen. Mit Ausnahme des Dow Jones wurden im Berichtszeitraum auch keine neuen Tiefststände ausgebildet.

Die bisherigen Abschläge von -40% bis weit über -50% seit dem letzten Hoch in vielen der weltweiten Aktienindizes und Rohstoffmärkte haben vor allem die nun offenbar werdenden rezessiven Entwicklungen eingepreist. Mittlerweile hat das National Bureau of Economic Research den Beginn der Rezession für die USA auf den Dezember 2007 datiert. Während eine sogenannte „technische Rezession“ anhand von zwei Quartalen mit negativem BIPWachstum festgestellt wird, legte die NBER ihrem Urteil signifikante Rückgänge bei Einkommen, Beschäftigung, Absatz und Produktion zu Grunde. Deutschland, die Eurozone und Japan stecken ebenfalls bereits in der Rezession. Der IWF prognostiziert für Deutschland in 2009 einen Rückgang des BIP von -0,8%. Schätzungen anderer Wirtschaftsinstitute und Banken sprechen sogar von weit über -1%. Folgt man den IWF, wird erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg 2009 auch die Gesamtheit aller Industriestaaten in die Rezession rutschen. Erwartet wird ein Wachstum von -0,3%. Das Weltwirtschaftsklima ist nach den Angaben des Münchener IFO- Instituts auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Weltweit schwächen sich die Ökonomien derzeit in einem atemberaubenden Tempo und einer erschreckenden Synchronität ab. Fast wöchentlich werden die Projektionen für die Weltwirtschaft nach unten angepasst. Die globale Rezession ist mittlerweile ausgemachte Sache. Die Folge ist ein globaler Einbruch der Nachfrage, der sich nun quer durch das Fundament der einzelnen Wirtschaftszweige zieht. Deutschland als Exportweltmeister ist hiervon besonders betroffen. Angefangen bei den Druckmaschinenherstellern über die Autoindustrie, die Maschinenbauer und Chiphersteller bis zum Chemieriesen BASF, Produktionsanpassungen sind das Gebot der Stunde. Ihren Ausdruck finden sie in Produktionspausen, der Entlassung von Zeitarbeitern, der Stilllegung von Anlagen und ausgedehnter Kurzarbeit. Viele Volkswirtschaftler sprechen von der größten Krise seit den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.


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  • Uwe Zimmer
    Uwe Zimmer

    Vita Geboren 1961, Köln Verheiratet, ein Kind Bankkaufmann, Broker Deutsch Beruflicher Werdegang 1984-1989: Consultant bei Prudential Securities, Köln Aufgaben: Kundenberatung im Wertpapiergeschäft, Aufbau Kundenstamm 1986: Registrierung als Broker bei der NASD u CFTC 1990 - 1996: Stellv. Direktor der H.C.M., Hypo Capital Management AG, Köln ...

Herausgebende Organisation
  •  
    Meridio Vermögensverwaltung AG

    Bankenunabhängig, flexibel und individuell verwalten wir das Vermögen unserer Kunden. Dabei stehen Sicherheit und umfassende Informationen für unsere Kunden neben der persönlichen Beratung und einem transparenten Preissystem stets im Mittelpunkt unserer Arbeit. Um unseren Kunden immer die bes