Aktuelle Maxime: „Jede Woche eine neue Sau durchs Dorf jagen!“
Die Finanzindustrie ist dafür bekannt, oft prozyklisch zu agieren. Gerade das Thema Steuern wird gerne als Marketing-Instrument genutzt. In der Langfristbetrachtung gesehen oft mit „fragwürdigen“ Ergebnissen.
Eine seriöse, langfristig orientierte Vermögensplanung wurde durch diesen Steuer-Fokus nicht unbedingt erleichtert.
Die Abgeltungssteuer wurde verabschiedet. Einer der wesentlichen Punkte: Ab 2009 werden Zinsen, Dividenden und Kursgewinne
pauschal mit 25 % versteuert. Die Marketing-Maschinerie der Fondsindustrie läuft auf
Hochtouren: Dachfonds bzw. Superfonds (UCITS III, „Vermögensverwaltende Ansätze“) und die Private-Label-Fonds-Industrie (Fondsauflagen) erhalten erfreulicherweise
ein eigenes Sonder-Konjunkturprogramm.
Zusätzlich werden die Themen Fondspolicen und eine Luxemburger Spezialfondslösung (SIF ‑ „specialised investment
funds“) ‑ fälschlicherweise als „Privatanleger-Fonds“ vermarktet - in die Diskussion geworfen.
Begriffe wie Asset Allocation, Liquidität und Risikoneigung treten aufgrund der Stichtagsregelung
in den Hintergrund. Bis Ende
2008 sollte zum Beispiel in Superfonds
investiert werden. Das kann sachlich durchaus begründet sein ‑ Steuergesichtspunkte sind jedoch nur eine Facette der Anlageberatung.
Diese Regelungen können geändert
und „verschärft“ werden. Der Gesetzgeber verfolgt die Diskussion in der Fachpresse.
Schlafende Hunde sollte man nicht wecken ‑ die Zertifikatindustrie ist hier schon ein „gebranntes Kind“!
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.


