„Kleine“ Fondsberater sind besser als die
etablierten Häuser, Unabhängigkeit
schlägt Konzerngebundenheit: Auch
wenn die Fachpresse gern zur Schwarz-
Weiß-Malerei neigt ‑ der anhaltende Erfolg
der sogenannten Fondsboutiquen ist
einfach nicht zu übersehen.
Viele unabhängige Häuser „managen“
Fonds, die mit ihrer Performance viele große
Adressen in Argumentationsnöte bringen.
Diese sogenannten Private-Label-
Fonds werden vielfach von kleinen
Vermögensverwaltern oder von auf bestimmte
Asset-Klassen spezialisierten
Häusern aufgelegt. Die Fondsberater dieser
Fonds ‑ rechtlich gesehen stellt die jeweilige
Kapitalanlagegesellschaft in der
Regel den Portfoliomanager ‑ unterliegen
einem besonders harten Wettbewerb.
Durch den persönlichen Kontakt zum Kunden
sind diese Fondsberater, oft zugleich
Eigentümer der Fondsboutique, sehr transparent
in ihrem „Können“. Benchmarkfreies
Denken, Flexibilität und Personalkontinuität
sind weitere, positive Attribute. Eine aktuelle
Auswertung der Ratingagentur Feri
zeigt, dass die Unabhängigen gegenüber
den etablierten „Flaggschiffen“ die Nase
vorn haben ‑ Bei oft ähnlicher Volatilität,
d. h. ähnlichem Risiko!
Sehr erfreulich für den Privatanleger und
eine Herausforderung für die Anlageberater
der Banken: Der Kunde verlangt heute
mehr als ausschließlich Fonds aus eigener
„Produktion“.
Im klassischen Private Banking werden
Fondsboutiquen häufig gern als „Bonbon“
angeboten ‑ das nenne ich Kundenorientierung
par excellence!
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