Eigentlich sollten sich der deutsche Mittelstand und Private-Equity-Gesellschaften gut ergänzen. Der Mittelstand steht durch hohe Auflagen von Banken und Kreditversicherern häufig vor einem Finanzierungsengpass - bei traditionell schwachen Eigenkapitalquoten. Zudem haben über 30% der deutschen Mittelständler Probleme, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Nur noch gut 40% der Unternehmen bleiben in Familienhand, über 25% werden an ein internes oder externes Management übergeben, die Zukunft der restlichen Unternehmen ist ungewiss. Zur Wachstumsfinanzierung und Zukunftssicherung könnte der Mittelstand privates Beteiligungskapital also gut gebrauchen.
Private Equity Gesellschaften hingegen verfügen über eine rekordverdächtige Liquidität, in 2006 wurden über 100 Mrd. € in europäischen Fonds gesammelt. Und dieses Kapital muss investiert werden. Mittlerweile wird es für immer größere Transaktionen eingesetzt, aktuelle Beispiele sind Kion, die Gabelstaplersparte von Linde und ProSieben Sat1. In diesem Segment von Transaktionen über 1 Mrd. € konnte in 2006 auch das größte Wachstum verzeichnet werden. Die Anzahl der Transaktionen ist um knapp 30% gestiegen, der gesamte Transaktionswert hat sich in diesem Segment mehr als verdoppelt.
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